Dieser Sieg ist ein Sieg des Volkes!

Protestantische Elite und Tugendterror

In den Wohlstandsregionen der Repu­blik und auf den kleinen Inseln, die der Mittelstand sich in verarmter Umgebung gesichert hat, ist emsiges Tätigsein schon lange vor Arbeitsbeginn zu beobachten. Männer rennen durchs Morgengrauen, bevor sie mit dem unvermeidlichen Schutzhelm angetan zur Arbeit radeln, Frauen finden sich gegen 8:30 in der evangelischen Kirche ein, um mit dem Pfarrer eine Stunde Yoga zu absolvieren. Wochenends radelt die ganze Familie ins Umland, im bayerischen Voralpenland scheint die halbe Bevölkerung auf die Berge zu steigen oder sie Winters mit ihren Skiern und Snowboards heimzusuchen. Wo es nicht Sport ist, wird meditiert, in Laienspielgruppen geschauspielert oder im Malkurs ein Aquarell angefertigt. Die Alten, soweit sie nicht der nachwachsenden Jugend die Universitätsseminare verleiden, setzen sich zu Lektüregruppen zusammen oder erforschen die kulturell bemerkenswerten Sakralbauten der näheren Umgebung. Als ob man lebenslänglich auf die geistige und körperliche Rüstigkeit im Alter sich vorbereite, lebt der Mittelstand mäßig aber ausgeglichen, dem Extremen entschieden feind und den kleinen Genüssen zugeneigt, soweit sich medizinisch nichts dagegen einwenden lässt und das Körpergefühl einen dafür belohnt. Das leichte Entsetzen, das den Mittelstand immer selbst befällt, wenn er sich mit seinen Nachbarn vergleicht, ist weniger dem unvermeidlichen Neid geschuldet, als der freudlosen Bilanz, dass alle das Gleiche tun, die gleiche körperliche und geistige Nahrung zu sich nehmen und in den Stunden der Schlaflosigkeit von einer so tiefen inneren Leere erfüllt sind, dass sie manchmal nur noch um sich schlagen wollen. Als ob jemand ihre Existenz bedrohte oder wenigstens verhöhnte, als ob sie sich gegen einen geheimnisvollen Feind beweisen müssten, werden die professionell Leisen laut, verfallen die Pädagogen in den Kommandoton und drohen mit dem Ausschluss.

Die Ächtung einer tödlichen Angewohnheit

Das klingt dann so: „Wer heute in Gesellschaft oder auf der Straße eine Zigarette raucht, könnte sich genauso gut in Unterhemd und Trainingshose ein Fläschchen Korn genehmigen. Der Weg vom lässigen Gestus zum vulgären Akt hat in den Industrienationen nur ein paar Jahre gedauert. Dabei waren es keineswegs die Aufklärung und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein, die das Umdenken bewirkten. Immerhin weiß man seit mehr als 50 Jahren, dass viele Raucher an ihrem Laster sterben. Es waren die strengen Gesetze, die in den vergangenen Jahren in Amerika und Europa den gesellschaftlichen Wandel brachten. […] Die WHO spricht von einer Epidemie, die man verhindern kann. Es gibt jedoch keine medizinischen, sondern nur politische und gesellschaftliche Lösungen. Gesetze sind der entscheidende erste Schritt zur sozialen Ächtung einer tödlichen Angewohnheit.“ (SZ, 13/14.6.09)

Gesetze sind natürlich nicht der erste, sondern der entscheidende letzte Schritt zur Durchsetzung flächendeckender sozialer Ächtung von Laster genannten Angewohnheiten. Sie vermögen die Laster nämlich lediglich als Verhaltenstatbestand zu beschreiben und mit Strafe zu bewehren, niemals aber moralisch zu würdigen. Eine Angewohnheit als Laster zu diskreditieren obliegt jenen, die für sich in Anspruch nehmen, mit der Aufklärung, die sich ihnen umstandslos als Gesundheitsbewusstsein zu erkennen gibt, auf Du zu sein: Es sind die Leute, die sich gerne Die Gesellschaft nennen. Die da politische und gesellschaftliche Lösungen nur im staatlich dekretierten Verbot zu erkennen vermögen, gehen regelmäßig und keineswegs verzweifelt davon aus, dass sich ihre Überzeugungsarbeit nicht in freiwilliger Abstinenz vom Laster niederschlagen würde. Sie wissen, dass der Mensch schwach und der Leib sündig ist und nur eine auserwählte Minderheit der selbstbeschränkenden Erkenntnis und deswegen auch der Lizenz zum Strafen teilhaftig wird. Die Gesellschaft war – anders als dauernd nahegelegt wird – noch nie die Gesamtheit und meistens noch nicht einmal die Mehrheit der erwachsenen und vernunftbegabten Bewohner eines Landes, sondern stets eine Versammlung Auserwählter. Auserwählt sind sie zunächst durch die Distinktion von den per allgemeinem Konsens sozial Geächteten, denen man um Gottes Willen nicht zugerechnet werden will, und die jedenfalls nicht dazu gehören – also weder zur elitären Gesellschaft, noch zur sonstigen Bevölkerung in ihrer übergroßen Mehrheit. Im vorliegenden Beispiel sind es Leute, die schlecht angezogen schlechte Alkoholika zu sich nehmen und – es sei hinzugefügt, nicht zuletzt deshalb – der Allgemeinheit auf der Tasche lägen. Damit wird ein mehrheitsfähiger Konsens gestiftet, der über den eigenen privaten Alkoholabusus und den möglicherweise problematischen Geschmack in Modefragen erhaben ist. Auserwählt fühlen sich zunächst alle, die ALGII-Trinker schon deshalb verachten, weil sie wissen, wie wenig sie häufig von diesen noch trennt. Dieser angstbesetzte Hass der Mehrheit ist die Voraussetzung für die auserwählte Gesellschaft, immer weitere Personengruppen zu ächten, ohne mit größerem Widerspruch durch die Massen rechnen zu müssen – im Gegenteil.

Diese aufs Gesundheitsbewusstsein eingeschrumpfte herrschende Vernunft ist Ausdruck der Verfassung einer Elite, die mit dem Gemeinwesen, dem sie vorstehen will, hadert, weil es ohne sie auskommt, und die zugleich sich mit allen Mitbürgern darin einig ist, dass der Natur zum Durchbruch verholfen werden müsse. Das Bestehen aufs juristische Gesetz und dessen legalistischen Vollzug ist lediglich der Form nach Ausdruck der Vermittlung von Herrschaft und damit der Riegel, den republikanische Herrschaft der plebiszitären Umsetzung gesellschaftlicher und politischer Lösungen vorschiebt. Die Kampagne gegen die Raucher will die Schwachen wie die Tugendsamen unter dem Vorzeichen des Verzichts zu einer demokratischen Gemeinschaft der Gesundheitsbewussten zusammenführen, deren Willen sich gegen den Teufel in uns und umso hemmungsloser gegen den Teufel draußen wendet, jenen, der nicht aus Schwäche, sondern aus Mutwillen heraus sündigt. Im stummen aber umso vorwurfsvolleren Fingerzeig auf die gelbe Markierung, innerhalb derer auf deutschen Bahnsteigen Raucher allein noch ihrem Laster frönen dürfen, und der jeden, der aus ihr hervorgetreten ist, ins Innere des Bannkreises zurückverweist, wirft sich der gesetzestreue Bürger zum Tugendrichter auf und verwandelt sich merkwürdig den von ihm so verabscheuten Korn trinkenden Jogginghosenträgern an, deren letztes Glück als Bürger darin zu bestehen scheint, Fußgänger und Fahrradfahrer an die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung zu erinnern. (1)

Naturverfallenheit und Hybris

Der Kampf um die Volksgesundheit ist mehr als der Ausfluss der eigenen Bemühungen um ein möglichst langes Leben. Zwar ist es letztlich das, was als Erfolg zählt, da die anderen Erfolge in Karriere und Familienleben in einer Umwelt aus Kollegen, Nachbarn und Freunden, die es so schlecht auch nicht getroffen haben, verblassen. Und doch klingt im Gesundheitsdiktat der nunmehr völlig aufs Niveau der Patchworkreligionen eingeschrumpfte Wille nach einer Überwindung des Zweifels am eigenen Lebensentwurf an, der bezeichnenderweise das eigene Unglück ausblendet und Bedrohungen als ständige Warnung vor z.B. großen Naturkatastrophen rationalisiert.

Mit der Gesundheit und der Aussonderung der sie schädigenden Einflüsse soll der Mensch mit sich versöhnt werden in Zeiten, in denen keine Nachfrage nach übertriebener Sublimierung der Triebwünsche mehr besteht und der Kampf um das bisschen Mehr, das Jahrhunderte lang über die eigene Naturverfallenheit hinauswies, gewonnen zu sein scheint. Dieses nicht mehr zu müssen und doch keine Alternative mehr vor Augen zu haben, den alten Schrecknissen, denen die ungezähmte Natur einen so lange ausgesetzt hatte, entronnen und lediglich durch Leiden und Sterbenmüssen unmittelbar auf sie zurückgeworfen zu sein, hat einen Naturfetisch heraufbeschworen, der mit dem Erreichten auch noch das ferne Glück, das weit darüber hinausweist, zu kassieren droht. Denen, die so viel Gewese um die Gesundheit machen und zu radikalen Einschnitten aufrufen, geht es nicht um den Kommunismus, der nach Horst Pankows gültiger Kurzdefinition „eine Veranstaltung zur Abschaffung des Todes“ ist. Sie beschwören eine lebenslängliche Todesverfallenheit herauf, die in der dauenden Mahnung an die Endlichkeit und Nichtigkeit allen irdischen Strebens anklingt, einer Mahnung, die Auserwähltheit nicht mehr an aufgehäuftem Reichtum bemisst, wohl aber an einem gottgefälligen Leben, in dem stets alles getan wird, um zu überleben. Da man den Anderen das lange Leben in Wirklichkeit gar nicht wünscht und vor ihren schlechten Angewohnheiten wie Rauchen, Drogenkonsum etc. sich und die Kinder sehr wohl schützen kann, scheint im Angriff auf die Gesundheit eine beunruhigende andere Macht wirksam zu sein, der man um des Erhaltes des eigenen Seelenheils willen wehren muss. Die Feinderklärung gegen die Raucher und die Beschwörung der Klimakatastrophe gehören zusammen. Die soziale und juristische Ächtung einer Minderheit, die im Verdacht steht, trotzdem Spaß zu haben, gibt einen Vorgeschmack auf eine weit umfassendere Diktatur des Verzichts, die mit der Natur die Unnatur, mit der kollektiv verfassten Demut menschliche Hybris austilgen soll.

Bürgerliche Gesellschaft hat die Schrec­ken ihres Anfangs nie ganz abgestreift. Gerade wenn ihre Vertreter moralisieren, stoßen sie zur Natur vor und schicken sich an, allem Künstlichen Feinderklärungen entgegen zu schleudern. War es zunächst die Natur des Menschen, die man als sündhaft definierte und der man zugleich zu größerer Sittlichkeit aufhelfen wollte, so ist mit dem Beginn des Protestantismus die Sünde zum ewigen Kainsmal aller Menschen erklärt worden, die widersinnigerweise mit desto fanatischerer Vehemenz auszureißen sei – obwohl es vor ihr eigentlich kein Entrinnen gibt. Mit dem Tugendfeldzug gegen die Sündhaftigkeit beginnt bezeichnenderweise die demokratische Epoche, die man so gern als eine der Freiheit verpflichtete bezeichnet. Die soziale Ächtung der Lasterhaften und ihre sich anschließende Verfolgung war zunächst das Amt von Predigern, die nicht in Zeitungsredaktionen Dienst taten, sondern losgelöst von der Amtskirche unmittelbar an die Massen ihre flammenden Aufrufe zur Selbstkasteiung und Verfolgung der Unbotmäßigen richteten.

Die Wiederkehr des Predigers

Max Horkheimer hat auf die Figur des unmittelbar von Gott inspirierten Predigers der frühen Neuzeit hingewiesen, dessen Erbe ganz offensichtlich jene antreten, die sich in den Spalten der Süddeutschen Zeitung zum Sittenrichter aufwerfen: „Die Massen sollen in sich gehen, sie sollen moralischer, genügsamer, ergebungsvoller werden. Sie sollen Gott fürchten lernen, und der Prediger ist – dies gilt schon für Savonarola – der Ausleger des göttlichen Wortes, Gottes Sprachrohr, sein Diener, sein Prophet. Die bürgerlichen Tugenden, Achtung vor den Gesetzen, Friedfertigkeit, Liebe zur Arbeit, Gehorsam gegen die Obrigkeit, Opferbereitschaft für die Nation und anderes mehr werden von der Kanzel aus in eins mit der Gottesfurcht dem Volke eingeschärft. Die Sprache der Predigt ist demokratisch, sie wendet sich an alle. Doch gehört es zu ihrem Sinn, daß Einzelne und ganze Gruppen grundsätzlich als die Bösen und Verstockten draußen bleiben. Zur Anforderung an die Masse, daß sie die adäquate Befriedigung ihrer Triebe sich versage und sie nach innen wende, gehört, gleichsam als Trost, als Kompensation, die fortwährend erneuerte Überzeugung, daß jene, welche den Verzicht und die Anstrengung nicht leisten, verworfen sind und ihrer furchtbaren Strafe nicht entgehen werden.“ (2) Mit der furchtbaren Strafe ist heute keineswegs nur der Lungenkrebs gemeint, sondern warnend und drohend immer auch das Schicksal der Kornschnaps trinkenden Trainigshosen-Träger, die des vulgären Agierens für schuldig befunden, das Zeichen des totalen Scheiterns tragen und womöglich deshalb, also der Abschrec­kung und Disziplinierung der Anderen wegen vorläufig Lebenskarten beziehen dürfen.

Dieser Sieg ist ein Sieg des Volkes!“, verkündete am 4.7.10 auf der Bündnis-Website Sebastian Frankenberger, Sprecher des Volksbegehrens und stellv. Landesgeschäftsführer der ÖDP, zum Erfolg des Volksentscheids für einen echten Nichtraucherschutz. „61 Prozent! Bayern hat sich entschieden: Am 1. August wird die bayerische Gastronomie rauchfrei und auch für die Wirtshausluft gilt dann ein bayerisches Reinheitsgebot. Gesundheitsschutz, Jugendprävention und mehr Lebensqualität für uns alle haben sich durchgesetzt gegen die Interessen der Tabaklobby. ‚Bayern atmet auf‘, stand auf unseren Plakaten und genau das tun wir jetzt: Aufatmen! Gestern hat die deutsche Nationalmannschaft Argentinien mit einem 0:4 Sieg nach Hause geschickt – möglich gemacht hat das eine grandiose Mannschaftsleistung, genauso wie bei uns, allerdings bestand unsere Mannschaft aus Zigtausenden. […] Aber das Wichtigste: Jetzt haben nicht die Politiker entschieden oder Lobbyisten, sondern das Volk. So geht auch die direkte Demokratie gestärkt aus diesem Volksentscheid hervor, denn noch nie haben so viele Bürger bei einem Volksbegehren unterschrieben, bzw. bei einem Volksentscheid von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.“

Schrankenlose Demokratie und demokratische Elite gehören genauso zusammen wie das Gefühl der demokratischen Elite, auserwählt zu sein, und der Terror des Pöbels – nicht unbedingt der Massen – gegen irgendwann alle Abweichler einander bedingen. Dass im Abweichlertum Vernunft und Sinnlichkeit bekämpft werden, scheint paradox. Und doch wendet sich die plebiszitär selbstorganisierte Ranküne gegen die Autorität von Wissen, Reflektion und Aktivität, die ihren Namen verdient, genauso wie gegen die ihnen scheinbar entgegengesetzt sündhafte Ausschweifung und die exklusive, dem konkreten Ergebnis abholde Kontemplation. Die gesundheitsbewusste sozial und juristisch betriebene Ächtung des Rauchers zielt in verrückter Form auf Geist und Sinnlichkeit. Das Rauchen, anders als die originär kapitalistischen Genussmittel wie Tee oder Kaffee, demonstriert immer auch einen Hang zur Undiszipliniertheit und führt damit weit eher zu jener dunklen Philosophie der Ausschweifung als jene. Das Rauchen ist dem Tugendsamen verdächtig, weil es ein Bedürfnis ist, von dem man nicht lassen kann und das dennoch befriedigt, eine Befriedigung zumal, deren oralerotische Komponente sich geradezu obszön in Szene setzt. Es ist darüber hinaus eine Angewohnheit, die, wo sie betrieben wird, immerhin an Heiterkeit, Gelöstheit und womöglich sogar Erotik erinnert, wie folgendes dezidiert antifeministische, vielleicht sogar sexistische Zitat belegt: „Anfang der 40er Jahre tauchte die Zigarette in Hollywood nicht nur als Attribut hektisch qualmender, harter Männer auf, sondern auch in den Händen und den Mündern der Frauen – mit weit reichenden Folgen. Für Millionen junger Frauen wurden die rauchenden Leinwanddiven der 40er und 50er zu Vorbildern und die Zigarette zum Symbol der Freiheit und des selbstbewussten Auftretens. Die Zigarette bedeutete Unabhängigkeit, sie schmeckte nach Glück und sie gab einem ein großartiges Gefühl. Und sie schmeckte nach Aufbegehren, weil man etwas Verruchtes tat.
Man kann zwar nicht behaupten, dass Hollywood jemals revolutionäre Ideen vertreten hätte – letztlich blieb die Filmindustrie immer den traditionellen Werten verhaftet, und viele der Filmraucherinnen werden ja am Ende der Geschichte schlimm bestraft für ihre Übertretungen. Aber indem US-Regisseur Howard Hawks seinen Star Lauren Bacall auf der Breitleinwand und damit in der Öffentlichkeit sich eine Zigarette anstecken ließ, zündelte er an der festgefügten Ordnung der Welt. Hollywood hatte mit dem Zeigen eines alltäglichen und eigentlich banalen Vorgangs – wenngleich dieser Vorgang sehr romantisch und mit raffinierter Beleuchtung in Szene gesetzt wurde – mehr für die Emanzipation der Frau getan als die gesamte Frauenbewegung.“ (3
)

Das Schreckbild der Freiheit

So sehr die Aufstandsbewegungen vom späten Mittelalter bis zur englischen Revolution und ihres Regimes von 1642 bis 1660 jeweils ein Beitrag zur Durchsetzung oder Befestigung bürgerlicher Herrschaft und damit einhergehend bürgerlicher Tugenden sind, so ungern wird an ihnen bemängelt, was ihren Charakter doch ausmacht: Der Bildersturm, die Askese und die Verzückung als Bedingungen für das Agieren jener erleuchteten Führer, die sich ihnen an die Spitze stellten. Wurde die Herrschaft des Dominikanermönchs Savonarola über die Stadt Florenz zwischen 1494 und 1498, spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts mit Jacob Burckharts „Geschichte der Civilisation Italiens“ als der Kunst und damit dem Individuum feindliche Raserei abgelehnt, so hat sich im 20. Jahrhundert eine Sicht auf die Dinge durchgesetzt, die in ihr im Wesentlichen bürgerlichen Fortschritt und Emanzipation in der Vertreibung der Medici und der Einberufung von Volksversammlungen erkennen wollte. Ähnlich befremdlich ist die Sicht auf die lange Zeit ausgeblendete Geschichte der englischen Revolution, die zunächst wegen des von ihr vollzogenen Königsmords nur in den schwärzesten Farben gemalt werden durfte, inzwischen aber im Kanon der bürgerlichen Fortschrittsgeschichte einen würdigen Platz gefunden hat.

Bemerkenswert an dieser Umwertung ist, dass der revolutionäre Prozess im Alltag nur noch am Rande vorkommt und ganz offensichtlich schöngeredet wird. Obwohl manches dafür spricht, dass die in den Jahren 1496 und 1497 von Savonarola veranstalteten großen Autodafés auf der Piazza de la Signora, also die öffentlichen Verbrennungen von Luxusgegenständen wie Perücken, schönen Kleidern und Parfüm bis hin zu unsittlichen Büchern und Kunstwerken, in vieler Hinsicht ein Spektakel war, dem nicht allzu viel Wertvolles oder gar Unwiederbringliches zum Opfer fiel, ein Fanal war es doch. Zwar stellten die von Savonarola, der sich betont schlicht „der Fratre“ nennen ließ, zur Tugendpolizei ermächtigten Träger der Tugend qua Natur – Kinder im vorpubertären Alter – zumeist nur eine schwere Belästigung dar, der man mit etwas Geld oder unter Hinterlassung eines hübschen Kleidungsstücks seinen Tribut zollen konnte. In ihrem Wirken aber nur weniger schöne Begleitumstände des sich vollziehenden Fortschritts sehen zu wollen, ist eine jener schlimmen Rationalisierungen des Terrors, denen das elitäre und dem Geniekult anhängende Renaissancebild eines Jacob Burckhart und seines Bewunderers Nietzsche weit vorzuziehen sind.

Giordano Bruno, der heute als Kronzeuge des Atheismus missbraucht wird, schrieb über die Protestanten seiner Zeit, was über die Ethiker und Sinnsucher der ersten Person der letzten Jahrzehnte fast wortgleich wiederholt werden könnte: „Man möge einmal nachsehen, so schreibt er, ,was das für eine elende Art von Frieden und Eintracht ist, welche diese Reformatoren dem armen Volke verkündigen, die allem Anschein nach auf nichts anderes ausgehen und um nichts mehr eifern, als dass alle Weltsicht sich ihrer muckerhaften und eingebildeten Dummheit anschließen und mit ihrem boshaft verkommenen Gewissen sich einverstanden erklären soll, indessen sie selber auch nicht in irgend einem Gesetz, in irgend einem Punkte der Gerechtigkeit, in irgend einem Lehrsatz einig sind, und überall in der übrigen Welt und in allen früheren Jahrhunderten sich noch keine solche Uneinigkeit und Zwistigkeit gezeigt hat, wie bei ihnen; findet sich doch unter 1.000 dieser Pedanten kaum einer, der sich nicht schon seinen eigenen Katechismus ausgedacht hätte und, wenn er ihn noch nicht veröffentlicht hat, doch Lust hätte, ihn zu veröffentlichen, keiner der es über sich vermöchte, irgend eine andere Einrichtung zu billigen als seine eigne, keiner, der bei allen anderen etwas anderes finden könnte, als was er meint verdammen, verwerfen, bezweifeln zu dürfen.’“ (Zit. nach Horkheimer, a.a.O. S. 56 f.) Was Bruno unerwähnt ließ, ist die stillschweigende Einigung der einander begeifernden Größenwahnsinnigen auf einen vorab ausgemachten Feind, der mit der von ihnen erst zur Reife gebrachten Form des Ausschlusses und der Verfolgung, dem öffentlichen und demokratischen Tribunal zu Zwecken der sozialen Ächtung von Lasterhaften, zur Strecke gebracht werden sollte. Dieses Schreckbild der Freiheit, dieser Zerrspiegel der Zivilisation macht den Westen in seinen Exzessen dem orientalischen Osten so unangenehm ähnlich.

No sports für die Massen

Der Dünkel der Auserwähltheit und die unmittelbare Demokratie, Seelenadel und totale Gleichheit – zwei scheinbare Paradoxe, die von Savonarola über Calvin zu den englischen Puritanern und von ihnen in nunmehr vollends säkularisierter Form zu den Jakobinern führten, dieses unheimliche Geschwisterpaar hat alle Schreckensherrschaften überlebt.

Auserwählt zu sein, ist eine von Gott verliehene Eigenschaft, die man allerdings erst am Auserwählten wahrnehmen muss. Er ist in den Stand gesetzt recht selbstbewusst seine angemasste göttliche Auserwähltheit seinen Mitmenschen sinnfällig zu machen. Dazu bedient er sich Methoden, die zunächst einmal jedem ganz demokratisch offen stehen: Denn es gilt zu verkünden, dass tradiertes Wissen und tradierte Sitten den neuen Menschen gerade nicht ausmachen. Auserwählt ist der Mensch der großen Geste, mit der er die rigorose Zurückweisung des Überkommenen, den Appell an jeden Einzelnen, auf seine innere Stimme zu hören und seiner Bestimmung zu folgen, vorträgt. Die Rigorosität ist asketisch, denn die verkündete große Reinigung zielt auf Zerstörung von Reichtum und Wissen – nicht zuallererst der Reichen, sondern ihres Gepränges, nicht allen Wissens, sondern der darin begründeten Autorität über das scheinbar spontane Erleuchtet-Sein.

Die Tracht der frühen Bürger – lange genug auch der ganz reichen unter ihnen – folgte auch dann noch dem mittelalterlichen Verbot der feudalen Oberschicht, sich in bunt gefärbter Kleidung sehen zu lassen, oder bestimmte Stoffe und bestimmte Haartracht zu tragen, als es längst gefallen war. Bunt zu sein wie ein Pfau war genauso verpönt, wie die Spiele und Gepflogenheiten der als Pfauen Geschmähten zu adaptieren. Der Großzügigkeit wurde das zunächst spontan vollzogene bürgerliche Sittengesetz vorgeschaltet, das der sozialen Ächtung jeder Abweichung diente. Die Abweichung aber war letztlich die individuelle Glücksuche – und zunächst durchaus mehrheitsfähig. 1617 hatte König Jacob I und 1633 erneut sein Sohn Karl I ein book of sports auflegen lassen, in dem an Sonntagen – nach dem Gottesdienst, versteht sich – dem Volk ausdrücklich gestattet wurde, was es seit Jahrhunderten in seiner spärlich bemessenen Freizeit tat: Tanzen, Ballspiele veranstalten, Musizieren, trinken und neuerdings auch: rauchen. Der Bekräftigung bedurfte es, weil die Kräfte des Fortschritts, wie neuere Geschichtsschreibung und keineswegs nur die marxistische sie nennen, also die Puritaner, damit begonnen hatten, in den Regionen, in denen sie die Gesellschaft stellten (die Mehrheit waren sie selten), ihnen den Spaß zu verbieten.

Gespenster der Vergangenheit

Der Bürger war zu keinem Zeitpunkt seiner Existenz besonders liebenswert, sondern selbst in seinen großen Perioden, kleingläubig, geizig und paranoid. Er nannte sein home sein castle nicht nur um die Staatsbüttel draußen zu halten, sondern eben auch weil er wie sein feudaler Vorgänger in den Kategorien von Ringmauern und Schießscharten dachte. Zu verteidigen galt es das Eigentum und die eigenen schlechten Manieren, deren schlechteste seine Beziehungsunfähigkeit, sein Mangel an Charme, sein Mangel an Geselligkeit waren. Und unters schützenswerte Eigentum zählte er gerade auch Frau und Töchter, die er wegsperrte wie seinen Goldschatz. Sehr erhellend dazu sind die Falstaff-Szenen in Shakespeares Henry V und VI und den Merry Wifes of Windsor, Stoffe, die hochpoetisch in Verdis Altersoper „Falstaff“ zusammengefasst sind. Falstaff ist fett, versoffen und arm, aber er ist ein Adeliger und schafft es noch im Zustand des Verfalls, den Bürgerfrauen den Kopf wenigstens zeitweise zu verdrehen und den rasenden Zorn der neuen Besitzkaste auf sich zu ziehen. Falstaffs Egoismus ist genauso naiv draufgängerisch wie arglos. Er spielt noch einmal die große Komödie der Courtoisie und der Verführung und stellt seine objektiven Überwinder in den Schatten.

Wie böse Geister plagen die Gespenster ihrer Vorgänger die Bürger. Stets fühlen sie sich gehandicapt, wittern Verführer und Blender und sehnen sich instinktiv zu ihren protestantischen Frühzeiten zurück, als sie im Zeichen der Askese für die Natur stritten und dem als unnatürlich ausgemachten, der Sinnlichkeit und der Vernunft – die Luther nicht zufällig ein „viel greulicheres Hurenübel, denn eine Hure“ nannte – zu Leibe rückten. Was sie hervorgebracht haben, war nie mehr als eine Ahnung von Freiheit, weil sie als Individuum immer nur ein Abstraktum setzen konnten, das für ihre tatsächliche Vereinsamung und Weltabgewandtheit entschädigen sollte.

Viel ist nicht los mit dem Individualismus und dem Individuum, denn sehr viel mehr als die Bürger hervorgebracht haben, gab es immer nur – wenigen vorbehalten – in seltenen Phasen. In jener etwa, in der Shakespeare lebte, als eine große Königin und eine halbkatholische Staatskirche den schwarzen Gestalten mit den hässlichen Frisuren noch Paroli bieten konnten und die Massen in der Regel nicht als Pöbel organisiert sich wenigstens so frei fühlen durften, sich ein wenig auszutoben oder gar ins Theater zu gehen – was ihnen zwischen 1642 und 1660 verboten wurde. Individualismus ist weit mehr ein Versprechen für die Zukunft als in der Gegenwart eingelöst. Das ersehnte Glück wird so sehr überlagert vom Durchschnittlichen, sich Dreinfügen-Müssen und all den Gewöhnungen, die mit Lohn- und Reproduktionsarbeit zusammenhängen, dass der Individualismus meist etwas Melancholisches hat und selten das Glück bedeutet, eher schon den Traum davon oder die Erinnerung daran. Womit der Kampf ums Glück nicht diskreditiert, sondern im Gegenteil als ein Imperativ der Vernunft, also Ausdruck dezidiert westlicher Moral gegen jene eingefordert werden soll, denen Vernunft sich in Gesundheitsbewusstsein verkehrt hat, und die mithin der Sinnlichkeit eine Sexualhygiene übergestülpt haben, die im islamischen Gebot an die Männer, fleißig Beischlaf zu halten, sich einseitig gegen die Frauen richtet, und in den coram publico getätigten und schon deshalb unwahren Aussagen skandinavischer Politikerinnen über das Intimste, sie führten selbstverständlich mit dem gleichen Mann wie seit 30 Jahren noch ein herzerfrischendes Sexualleben, etwas über das nunmehr für beide Geschlechter gleichgemachte Unglück verrät. Der Unterschied zwischen dem islamischen Gattenrecht auf jederzeitige Vergewaltigung und der sozialdemokratischen Mühe, freiwillig betriebenen Sex der Gesundheitsvorsorge unterzuordnen, soll nicht kleingeredet werden. Doch – und darauf kommt es an – westliches Niveau hat der Westen bei der Umsetzung des Glücksversprechen nicht erlangt. Die Bekundung der Sehnsucht danach, dass es endlich eingelöst werden möge, steht unterm Bann.

Der Hass auf das Glück der anderen

In der Kampagne gegen die Raucher steht, wenn auch vorerst weit mehr im Furor der Brandmarkung und eben Ächtung der Lasterhaften, jenes Urübel der Neuzeit wieder auf, dessen Anhänger dem Fratre Savonarola die Kinderpolizei nachsehen und ihn entweder zu den Gerechten in Christo zählen, wie schon Luther es tat, oder ganz profan als einen Vorkämpfer der Moderne. Dass Reformation in Wirklichkeit den Kampf gegen die wirklich oder vermeintlich Glücklichen meinte, dass dieser Kampfauftrag sich durch die Jahrhunderte bis in die revolutionäre Arbeiterbewegung und nach ihr die sogenannten anitikolonialen Bewegungen nachverfolgen lässt, ist nicht Bestandteil von Geschichtsschreibung. „Wenn selbst der Glücklichste im nächsten Augenblick nicht durch die blinden Mächte der Natur, sondern aus Ursachen innerhalb der menschlichen Gesellschaft ohne ersichtliche Schuld dem Elendsten und Ärmsten gleich werden kann und das Unglück der einzige normale, nicht ungewisse Zustand ist, so kann es mit dem konkreten Individuum nicht sehr weit her sein. Stündlich bestätigt die Gesellschaft aufs neue, dass nur die Umstände, nicht die Personen tatsächlich Respekt verdienen. Die Reformation mit ihrem die Menschen moralisch zermalmenden Pathos, ihrem Haß gegen die Eitelkeit des Erdenwurms, ihrer finsteren Lehre von der Gnadenwahl ist nicht so sehr die Gegnerin des bürgerlichen Humanismus als seine andere, seine menschenfeindliche Seite. Sie ist der Humanismus für die Massen, er selbst die Reformation für die oberen Tausend.“ (Horkheimer, S. 73f.)

Vom Protestantismus ist die Anrufung der Massen zum Zwecke ihrer Mobilisierung als Pöbel, die Erklärung der Nichtigkeit jedes Einzelnen, die Diskreditierung der Moral in einer praktischen Ethik, der von praktischer Vernunft schon gar nichts mehr anhaftet, auf uns gekommen. „Mit zunehmender Ausweglosigkeit der Lage der Massen bleibt dem Individuum schließlich die Wahl zwischen zwei Verhaltensweisen: der bewußte Kampf gegen die Zustände der Wirklichkeit – in ihm ist das positive Element der bürgerlichen Moral, die Forderung nach Freiheit und Gerechtigkeit unmittelbar enthalten, aber seine ideologische Hypostasierung aufgehoben. Oder das ungebrochene Bekenntnis zu dieser Moral und der ihr entsprechenden Rangordnung – dies führt zur geheimen Verachtung der eigenen konkreten Existenz und zum Haß gegen das Glück der anderen, zu einem Nihilismus, der sich in der Geschichte der neueren Zeit als die praktische Vernichtung alles dessen, was froh und glücklich ist, als Barbarei und Zerstörung immer wieder geäußert hat.“ (S. 75) Horkheimer spricht im gleichen Zusammenhang von einem „groben atomistischen Materialismus, welcher unter der Herrschaft jenes Idealismus die eigentliche Religion der Praxis war und ist“ und warnte davor, den „Kulturbegriff des Bürgertums, die asketische Rangordnung, seinen Begriff von Sittlichkeit“ in fortschrittliche Bewegungen und Parteien „herüber zu nehmen“ und damit nicht nur „die größten artistischen Leistungen“ des Bürgertums zu verkennen, sondern zur Verflachung des Denkens „und schließlich zur Niederlage mit beizutragen.“ Das war 1936.

Heute, wo die fortschrittlichen Bewegungen und Parteien allesamt verschwunden sind und mit ihnen auch die 1936 schon trügende Hoffnung, es gäbe an ihnen noch etwas zu retten, bleibt angesichts einer ihr Erbe standhaft weiter verwaltenden Gesellschaft in den westlichen Ländern nur noch ein esoterisch angereicherter grob atomistischer Materialismus mit seinem Hass auf die Eitelkeit des Einzelnen und seinem die Menschen zermalmenden Pathos, der im Zeichen einer Pflicht zur Gesundheit, die Lasterhaften der sozialen Ächtung preisgeben will. Der darin sich ausdrückende Hass auf das Glück, der wunderlicherweise an den Rauchern sich entlädt, die doch lediglich ein wenig geselliger sind, als der mit dem inneren Schweinehund ringende Rest, ist das originäre Erbe des Christentums in seiner gnadenlosen, sinnesfeindlichen und vernunftverlassenen Variante, des Protestantismus also.

Wie mitleidlos auch mit jenen umgesprungen wird, die zwar vom Lungenkrebs ereilt, aber nie geraucht haben, demonstriert die im Ächten so starke SZ anlässlich der Inszenierung des Stücks „Mea Culpa“ von Christoph Schlingensief: „Wer jetzt wieder ächzt, hier sei ein unbotmäßiger Narzisst am Werk, der sein Leben ausschlachtet und zur Kunst stilisiert, sperrt sich gegen die Teilhabe, die Schlingensief uns gewährt. Es gibt nicht viele Theaterabende, die so ganzheitlich, so überzeugend authentisch – und dazu auch noch so multimedial ausgefeilt – an die wirklich letzten Dinge rühren.“ (23.3.09) Und wieder ist es nicht das furchtbare Nichts, das der Tod nun einmal ist, das zum Mitleiden anregen sollte, und wieder ist es nicht das Mitleid mit einem, der im Angesicht des Todes zur letzten, würdelosen Selbstinszenierung schreitet, über die man den Mantel des Schweigens und Verzeihens breiten sollte, sondern die obszöne Lust am Dabeisein in einem Akt der physischen und moralischen Selbstauflösung eines Individuums, also die Feier jenes „Gefühl(s) der eigenen absoluten Nichtigkeit, das die Mitglieder der Masse beherrscht“. (Horkheimer, S. 73) Und, es sei hinzugefügt, eines Gefühls, das von jenen, die als Gesellschaft geadelt sich über sie stellen, inzwischen ebenso geteilt wird wie von den unteren Millionen. Die gesellschaftliche Moral ist auf den Stand nekrophilen Voyeurismus regrediert und will „ganzheitlich“, „überzeugend authentisch“ teilhaben nicht am Glück, sondern am Tod der anderen.

Justus Wertmüller (Bahamas 60/2010)

 

Anmerkungen:

1) Zu dieser Spezies gehören auch die „Freunde der Polizei“, die in ihrem Wohnumfeld jeden Falschparker melden und von Polizei- und Kommunaloberen mit säuerlichen Mienen zur Denunzierung des 1000. Verkehrssünders belobigt werden.

2) Max Horkheimer: Egoismus und Freiheitsbewegung, in Gesammelte Schriften IV, S. 45 f, Frankfurt, 1988.

3) Klaus Bittermann, in: Bittermann/Dobler (Hrsg.): Smoke Smoke Smoke that Cigarette. Eine Verherrlichung des Rauchens“, Berlin, 2008