Titelbild des Hefts Nummer 33
Antifa heißt Angriff
Heft 33 / Herbst 2000
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Bericht aus einer Akademie

Wie der Antisemitismus auf dem linkspluralistischen Meinungsmarkt beredet wird

Es gehört mittlerweile zum guten Ton eines jeden Textes, der sich mit dem Antisemitismus befaßt, zu behaupten, daß die Linke eine Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus nie geleistet hätte. Man habe – so der Tenor – sich nie wirklich mit den blinden Flecken innerhalb der eigenen linken Tradition beschäftigt, geschweige denn den Antisemitismus als konstitutives Element der deutschen Geschichte begriffen. So richtig dieser Befund noch vor 10 Jahren gewesen war – inzwischen handelt es sich um eine Behauptung, die sich durch ihre Häufigkeit schon selbst dementiert, ganz abgesehen davon, daß sie stets von denjenigen aufgestellt wird, die sich selbst, mehr nolens als volens vermutlich, zu den Linken rechnen. Pars pro toto für den relativen Erfolg linker Selbstaufklärung mag die Reaktion des autonomen Hamburger Senders FSK auf einen voller Invektiven gegenüber dem „jüdischen Kapitalisten“ steckenden Kommentar zum Tod von Ignatz Bubis stehen. Dem folgte eine Distanzierung der gesamten Redaktion von den Verfassern des Beitrags, eine über Wochen hinweg geleistete argumentative Zerpflückung desselben sowie die Klarstellung, daß beim Thema Antisemitismus die Freundschaft innerhalb der Linken ein Ende hat. Die Unzufriedenheit mit dem erreichten Stand stellt sich erst auf den zweiten Blick ein. Mag man Kritik am Kapitalismus von links und von rechts zu unterscheiden gelernt haben und die Aufzählung antisemitischer Stereotype aus dem Schlaf erfolgen, so ist doch die Beschäftigung mit dem Antisemitismus inzwischen zu einer linken Pflichtübung geworden, die – statt sich gegen die deutschen Verhältnisse zu richten – zunehmend in antikommunistischer Absicht erfolgt.

„Debatte“ statt „Propaganda“

Drei Jahre nach ihrer Trennung von der jungen Welt zieht die Redaktion der Jungle World programmatisch Bilanz. (1) Konsensual ist die Abgrenzung von einem Traditionsmarxismus, der den Antisemitismus als verständlichen faux pas der sozial Deklassierten begreift statt als das entscheidende, alle sozialen Klassen zur Einheitsfront der Judenhasser bündelnde deutsche Projekt des 20. Jahrhunderts. Etwa so jedenfalls beschreibt dort Anton Landgraf die politische Konstellation, die vor drei Jahren den Anlaß zur Trennung von der jungen welt abgab und der man sich seither inhaltlich verpflichtet fühlt: „Zu Beginn dominierte die gemeinsame Abgrenzung der Undogmatischen gegen die Orthodoxen. Die inhaltliche Differenzierung erfolgte dann vor allem in der Gollwitz-/Goldhagen-Debatte. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, was von den theoretischen Grundlagen der Linken noch brauchbar ist, angesichts von linkem Antisemitismus, angesichts dessen, dass sie mit ihren traditionellen Kategorien den Holocaust nicht wie Goldhagen als das ‚deutsche Projekt‘ beschreiben konnte.“ Schon die gewählte Gegenüberstellung „Undogmatische“ versus „Orthodoxe“ gibt die eigentliche Richtung an. Denn als „orthodox“ gilt hier nicht nur ein Traditionsmarxismus, der von der Vorstellung eines im Antisemitismus latent enthaltenen sozialrevolutionären Gehalts nicht lassen kann, sondern ebenso Kritik, die mehr als unverbindliche Zutat im Brei der Meinungen sein will. So fährt Landgraf unmittelbar nach dem oben Zitierten mit einem bedeutsamen „Aber“ fort: „Aber, im Subtext der Auseinandersetzung ging es auch darum, ob die Zeitung zum Sprachrohr eines bestimmten Lagers wird. Oder ob sich verschiedene Strömungen äußern können, ob es nicht um Propaganda, sondern um Debatte geht.“ Noch vor jeder inhaltlichen Bestimmung und dem Insistieren auf begrifflicher Klärung rangiert also der pluralistische Meinungs-TÜV. Auch Kritik am Antisemitismus soll um Himmels willen nicht „dogmatisch“ sein, oder doch nur soweit „dogmatisch“, wie einst schon die Junge Welt auf einem Plakat für sich selber warb: „Dogmatisch, aber mit leichter Hand“.

Wie eine „undogmatische“ Behandlung des Antisemitismus aussieht, beweist die Existenz der Jungle World im Ganzen, insbesondere aber der Teil des fröhlich vor sich hin wuchernden Feuilletons. Präsentiert wird dort das Thema „Antisemitismus“ in einer Form, daß sie einem die Beschäftigung mit der Sache selbst schon fast verleiden könnte. Präsent als Thema geht es doch nie um seine Kritik. Als müsse man auch noch in seiner Freizeit dem Herrn Professor seine Kompetenz in Sachen Antisemitismus vor Augen führen, wird der Antisemitismus verhandelt und vor allem: rezensiert. Keine soeben neu erschiedene Edition der Werke eines für interessant erachteten Denkers, kein soeben erschienenes wissenschaftliches Werk, das nicht die Aufmerksamkeit eines Rezensenten fände, der dann die zulässige Mischung aus „Schwächen“ und „Stärken“ der zwischen die Buchdeckel gepreßten Leistung prüft. Daß der universitäre Betrieb, dem diese Werke in aller Regel entstammen, der erste Produzent von Ideologie und darum dessen Resultate bestenfalls als Material zu nutzen sind, scheint hier ein noch der Entdeckung harrendes Geheimnis zu sein. Ersetzt wird das, was Ideologiekritik auf der Höhe der Zeit sein könnte, durch Anleihen bei dem, was mittlerweile als anerkannter Kanon innerhalb der Linken gilt, also bei der Kritischen Theorie. Ohne Sätze wie „Nach Auschwitz läßt sich nicht mehr unmittelbar an die Aufklärung anknüpfen, der Glaube an den Fortschritt in der Geschichte ist dahin“, so Alexander Ruoff (2), ein beliebiges Beispiel, ist kaum noch ein Text zu haben, doch verstört diese, wie Ruoff weiter schreibt, „zutiefst verstörende Einsicht“ schon lange keinen mehr. Was Einsicht oder besser noch Erkenntnis sein könnte, ist zum Jargon geworden, und nicht zufällig ist es auch der Jargon von bürgerlichem Feuilleton und Wissenschaft. Verhandelt wird die Dialektik der Aufklärung als Synonym für die „Ambivalenzen der Moderne“, also nicht etwa für die Erkenntnis, daß sich die Barbarei auf der Höhe des Fortschritts bewegt, sondern für die zum Konsens gewordene Meinung, daß zwar der Fortschritt zweifelhaft, die Barbarei jederzeit möglich, die Abschaffung dieser „Dialektik“ aber auf jeden Fall noch schlimmer sei. Ein beeindruckendes Beispiel für diesen Jargon liefert der jüngst erschienene Veranstaltungskalender der innig mit der Jungle World verbandelten jour fixe initiative berlin. „Geschichte nach Auschwitz“ ist die angekündigte Veranstaltungsreihe überschrieben, und ebenso besinnlich gestimmt wie universell ambitioniert liest sich denn auch der dazu gehörige Text. Als hätte man das kommentierte Vorlesungsverzeichnis einer Berliner geisteswissenschaftlichen Fakultät zu Rate gezogen, wird mit „Auschwitz“ munter alles und jedes assoziiert, sei es, daß man unter dem Titel „Architektur und Geschichtsbewußtsein“ neuberlinerisch-hip über die tiefen geschichtsphilosophischen Implikationen der Neugestaltung des Potsdamer Platzes sinniert, sei es, daß man sich über die geistige Verwandtschaft zwischen Kritischer Theorie und französischem „roman noir“ Gedanken macht: geht doch auch dessen „linker Antiheld, eine subjektivierte Flaschenpost, von gar nichts mehr anderem als vom Scheitern aus“. Und weil dieses „Scheitern“ als Ausweis kritischer Gesinnung so demonstrativ vor sich her getragen wird, besteht auch das Programm der jour fixe initiative berlin aus einer schier endlosen Meditation über „Geschichte nach Auschwitz“, die sich im immer neuen Formulieren von Meta-Fragen erschöpft: Läßt sich nach Auschwitz überhaupt noch etwas mit den „Begriffen“ wie Revolution und Geschichte anfangen? Hat nicht die Geschichte „als ein Impuls der Gesellschaftskritik“ längst „ausgespielt“? Läßt sich Auschwitz „erzählen“, oder liegen nicht vielmehr jeder „Erzählung“, wie auch der „historiographischen Darstellung notwendig Plotstrukturen zugrunde, mit denen die Abfolge der Ereignisse in der Repräsentation strukturiert ist“, wie Hayden White, „dessen Thesen die Geschichtswissenschaft aufgeschreckt haben“, meint? Angereichert mit viel name-dropping postmoderner Autoren ergibt sich so eine unendliche Variation des immer gleichen Themas: Was kann ich wissen, was darf ich hoffen?, die behäbig auf der Frage nach dem Sinn allen menschlichen Seins herumkaut.

Linker Struktralismus

Illustrieren läßt sich diese Entwicklung von der Kritik zur Wissenschaft vielleicht am besten an der Rezeption des Textes von Moishe Postone „Antisemitismus und Nationalsozialismus“. 1991 neu veröffentlicht durch die Freiburger Zeitschrift Kritik und Krise, war Postones Analyse des Antisemitismus als objektiver, aus dem Warenfetisch entspringender Ideologie zunächst beschränkt auf einen kleinen Kreis theoretisch Interessierter, die das Jahr 1989 zum Anlaß nahmen, die theoretischen Grundlagen linker Kapitalismuskritik zu überprüfen, sie zu schärfen und vor allem: sich für die Kritik an Deutschland zu munitionieren. Beteiligt waren an diesem Vorhaben beispielsweise ISF, BAHAMAS, Jürgen Elsässer, Matthias Küntzel, damit auch Teile der späteren jungen Welt und der Jungle World, also ein Spektrum von Personen, das man als antideutsch zu bezeichnen gewohnt war und das nicht zufällig innerhalb der Jungle World inzwischen keine Rolle mehr spielt. Die Rezeption des Textes von Postone war damals noch von einem doppelten Interesse bestimmt: Einerseits an fundamentaler Kritik der bürgerlichen Vergesellschaftung als Wertkritik, die das dem Verstand des bürgerlichen Subjekts undurchsichtige Prinzip der Wertabstraktion und den ursächlichen Zusammenhang zwischen ihr und dem Antisemitismus ins Zentrum stellt. Andererseits richtete sich das Interesse aber auch auf die Beantwortung der Frage, wieso diese Form der Vergesellschaftung gerade in Deutschland zur konsequenten Umsetzung der strukturell antisemitischen Denkform führte. Und gerade auf diese Frage richtete sich das Interesse durchaus nicht in historisierender, gar wissenschaftlicher, sondern in polemischer, gegen die aktuellen deutschen Verhältnisse gerichteter Absicht. Hinterher ist man immer klüger und weiß: Für letzteren Punkt gab der Text von Postone nichts her. Beschränkt auf den Nachweis struktureller Analogie zwischen Warenform und Denkform wurde die Frage nach den konkreten historischen Voraussetzungen von Auschwitz in ihm nur beiläufig formuliert. Diese Indifferenz gegenüber geschichtlicher Genese und nationaler Entwicklung hatte Ulrich Enderwitz in seiner „Linker Strukturalismus“ überschriebenen Replik damals schon zutreffend kritisiert. (3) Erscheine Auschwitz nur noch als Resultat einer vom Wert selbst in Gang gesetzten Bewegung, so hieß es darin, gerate die spezifische Form der staatlichen Aneignung der bürgerlichen Gesellschaft in Deutschland notwendig aus dem Blick, ebenso wie die gesellschaftliche Konstellation, die am Ende der Weimarer Republik zur Selbstentmachtung der bürgerlichen Klasse führte. Das im Faschismus zur Identität mit dem Staat gewordene Arrangement der bürgerlichen Klasse werde so in strukturalistischer Manier als die tatsächliche Verwirklichung bürgerlicher Freiheit und Gleichheit interpretiert anstatt permanenter Stachel der Kritik an ihrer möglichen Realisation zu sein. Angesichts der von Postone nicht geleisteten Kritik am staatlichen Leviathan könne die in seinem Text implizit enthaltene Gleichsetzung der faschistischen Herrschaft mit bürgerlicher Herrschaft generell durchaus den Blick auf die realen Metamorphosen dieser Herrschaft verstellen und damit als liberale Apologie jeder nicht-faschistischen Herrschaft (miß-)verstanden werden. Umgekehrt zeuge sie von einer intellektuellen Selbstentmachtung des Kritikers, die ihr historisches Datum in der realen Selbstentmachtung der bürgerlichen Klasse gegenüber dem Faschismus habe: „Die Art, wie Postone diese historische Differenzen aus dem Auge verliert, beziehungsweise zugunsten einer von politischer Romantik nicht eben weit entfernten Fundamentalkritik an den Prinzipien der egalitären Gesellschaft der Neuzeit einebnet, legt beredtes Zeugnis ab von dem prägenden und vielmehr deformierenden Einfluß, den der faschistische Egalitarismus der Moderne mit seiner Degradierung von Politik und Gesellschaft zum Hilfsmittel ökonomischer Gleichschaltung auf die Reflexion seiner Kritiker nicht weniger als auf die Ideologie seiner Repräsentanten ausübt.“ Statt zu einer genauen Betrachtung des spezifischen Zusammenspiels von Staat und Volk führe dieser „linke Strukturalismus“ zuletzt nur zu linker Melancholie – und schließlich zur Zurücknahme aller Kritik der bürgerlichen Gesellschaft zugunsten einer Krittelei an bürokratisch-despotischen Herrschaftsformen.

Fiel diese Kritik vor einigen Jahren noch nicht ins Gewicht, weil zumindest von antideutscher Seite die Frage nach der besonderen deutschen Entwicklung als die für die eigene kritische Bemühung zentrale begriffen wurde, so stellt sich dieser Umstand inzwischen anders dar. Heute kann man Postone rezipieren, ohne daß einem an der Kritik spezifischer Verhältnisse, geschweige denn an deren praktischer Abschaffung gelegensein muß. So fanden sich im Sommer diesen Jahres zu einem im Rahmen der Ausstellung „Deutsche verwerten ihre jüdische Nachbarn“ gehaltenen Referat von Postone zwar gleich mehrere hundert Interessierte ein; doch stand dieses offenkundig große Interesse in schreiendem Gegensatz zu seinem Ertrag. Schon von den Veranstaltern nicht als öffentliche Kontroverse oder gar kritische Intervention in die Linke, sondern als unverbindliche Präsentation eines interessanten theoretischen „Ansatzes“ gedacht, verharrte auch das Publikum in der Rolle einer rein rezeptiven Staffage. Nachfragen erschöpften sich in reinen Verständnisfragen, wie man sie aus jedem Seminar an der Uni kennt, eine Diskussion kam so erst gar nicht zustande. Linken Strukturalismus im oben genannten Sinn hat aber wohl am besten Robert Kurz in seinem Schwarzbuch des Kapitalismus auf den Punkt gebracht. (4) Geschrieben als Generalabrechnung mit dem Kapitalismus, erscheint Auschwitz hier nur noch als als eine der letzten Stationen des an sein Ende kommenden Systems der Warenproduktion, dies explizit unter Bezug auf Postone. Zwar will Kurz dem eigenen Anspruch nach kein Geschichtsrevisionist sein, doch der Form nach führt auch die von ihm betriebene „negative Historisierung“ der Vernichtung der Juden zu ihrer historischen Subsumierung. Statt den Begriff des Zivilisationsbruchs polemisch zu schärfen und ihn gegen die akademischen Normalisierer zu richten, wird der Eindruck erweckt, als gehörte Auschwitz nun einmal zur modernen Gesellschaft dazu. Die nüchterne Distanzierung vom Gegenstand, die sich auch von den irrationalsten Momenten kapitalistischer Vergesellschaftung nicht aus dem Gleis bringen läßt, ist es auch, die Kurz mit seinen postmodernen Kritikern eint. Wenn diese an Kurz die wertkritische Monotonie bemängeln, dann nur deshalb, um ihr die bunte Vielfalt des Denkens entgegenzuhalten. In einer von Udo Wolter verfaßten Replik auf Kurzens ebenfalls im Schwarzbuch geleistete Verklärung des vormärzlichen Sozialprotests, der noch nicht – wie Kurz meint – von der Bereitschaft zur Integration in den entstehenden Kapitalismus angekränkelt gewesen sei, dafür aber, wie Wolter zu Recht kritisiert, sich vornehmlich am jüdischen Viehhändler austobte, folgt der zutreffenden Kritik umstandslos die Liebeserklärung an den Meister. „Trotzdem“, so schließt Wolter in einer charmanten Wendung seinen Text, „ist die Theoriearbeit der Krisis keineswegs als höherer theoretischer Unsinn abzuqualifizieren. Von konkurrierenden wertkritischen Fraktionen der radikalen Restlinken hebt sie sich angenehm durch größere theoretische Offenheit und einen weniger hermetischen Sprachgestus ab. Es wäre der gesellschaftskritischen Kraft der theoretischen Offensive der Krisis besser bekommen, wenn sie auf sozialutopische Elemente verzichtet hätte.“ (5) Mag Kurz die so traditionellsten wie in ihren Folgen barbarischsten Formen des sozialen Protests als Vorbild einer neuen Linken empfohlen haben – empfohlen hat er sie im Gestus theoretischer Offenheit. Die brave Honorierung dieses Gestus würde man gut bürgerlich wohl mit dem Spruch kommentieren: „der Ton macht die Musik“. Die Jungle World nennt dies bekanntlich anders: nämlich „Debatte statt Propaganda“.

Theorie und Kritik

Es ist die friedliche Koexistenz von zu bloßen Meinungen verkommenen Positionen, die in linke Publikationen einzieht und deren Lektüre zunehmend ungenießbar macht. Wissenschaftlich im Duktus, liberal in der Aussage, hätte Marx eine solche Beschäftigung mit dem Antisemitismus wohl die „Professoralform“ der Kritik genannt. Doch eigentlich verdient sie nicht einmal diesen Namen. Präziser wäre sie als Systematisierung partieller Erkenntnis zum Zweck der Liquidierung von Kritik zu bezeichnen. (6) „Theorie“: das heißt immer auch, erklären zu wollen und – noch vor der Beschäftigung mit der Sache selbst – den unbegriffenen Gegenstand als erklärbar und begreifbar, als rational und vernünftig zu setzen. Aber nicht nur die Rationalität des Gegenstands, auch das Urteil über das zur Erkenntnis berufene Subjekt als ein vernünftiges steht damit von vornherein fest. Daß dessen verstandesmäßige Kategorien zur Erfassung der Sache in der Lage sind, daß also schließlich die Rationalität des Gegenstandes ihre Entsprechung in einer dem Gegenstand adäquaten, ebenso rationalen Denkform findet, ist mit dem Anspruch auf „Theorie“ vorausgesetzt. Historisch war diese Vorstellung der naturwissenschaftlichen Tradition der Aufklärung verpflichtet, die Objekte der Natur durch Experiment, Analyse und kategoriale Zuordnung menschlichen Zwecken nutzbar zu machen, ihnen den fetischistischen Zauber und den Subjekten die Furcht vor einer fremd und unbegreiflich erscheinenden Natur zu nehmen, im Glauben, auf diese Weise auch einer gesellschaftlichen Vernunft zum Sieg zu verhelfen.

Den Nachweis, daß der bürgerlichen Gesellschaft dieser Versuch nicht gelungen ist, daß die Emanzipation von der ersten Natur zu nichts anderem führte als zur Errichtung einer zweiten, deren Irrationalität nun nicht mehr qua „Natur“, sondern durch die bürgerliche Gesellschaft existiert, und daß diese zweite Natur den bürgerlichen Subjekten selbst nicht durchsichtig ist, hat nun bekanntlich Marx in der Wertformanalyse und im „Fetischkapitel“ des Kapitals geführt. Die elementare Voraussetzung aller gesellschaftlichen Reproduktion und allen kapitalistischen Reichtums, die Ware, ist bereits jener prinzipiell unvernünftige Gegenstand, an dem alle Versuche, sich die bürgerliche Vergesellschaftung als rationale zu denken, scheitern muß. Von allen Objekten der Natur unterscheidet sie sich dadurch, daß sie ein sinnlich nicht erfassbarer „Gegenstand“ ist. Was ihr Wesen ausmacht, was also ihrem Begriff entspricht, läßt sich nur als die Abstraktion von allen empirischen Eigenschaften begreifen, nämlich ihre rein gesellschaftliche Existenz als nur zeitlich erfaßbarer, sich im Tausch realisierender Wert. Es handelt sich also um eine Realabstraktion: Existiert die Ware nicht wirklich, weil sie kein in naturwissenschaftlicher Manier unter die Lupe zu legender Gegenstand ist, so existiert sie als wirkliches gesellschaftliches Verhältnis durchaus. Begreifbar ist die Ware damit im ganz buchstäblichen Sinne nicht. In einem lapidaren Kommentar, der Marx, nebenbei gesagt, in unseren Tagen wohl den Vorwurf des Sexismus einbrächte, heißt es dazu im Kapital: „Die Wertgegenständlichkeit der Waren unterscheidet sich dadurch von der Wittib Hurtig, daß man nicht weiß, wo sie zu haben ist.“ (7)

Der bürgerliche Verstand, dem jeder gesellschaftliche Ausdruck nur als logisch zu rekonstruierende, kausale Beziehung zwischen gegenständlichen „Tatsachen“ und den empirischen Subjekten und zwischen Mittel und Zweck vorstellbar ist, muß angesichts realer Unlogik, also Dialektik, ins Rotieren geraten. Beharrlich wird darum die Unvernunft der Sache selbst beiseite geschoben, um an ihrer Stelle die Rationalisierung undurchsichtiger Verhältnisse zu setzen. Das Resultat dieses Verfahrens ist die Fetischisierung der zweiten Natur. Ob die Calvinisten die Zufälle eines unkalkulierbar gewordenen Lebens als göttliche Prädestination, die ergebenen Jünger Richard Wagners sie als mystisches Schicksal oder die liberalen Gralshüter Max Webers als heroisch zu bejahenden Sachzwang der „Moderne“ imaginieren: immer handelt es sich um den unbewußt selbstauferlegten Zwang zur Rechtfertigung irdischer Unbilden als Resultat einer außermenschlichen Natur. Für den Antisemitismus ist diese Fetischisierung gesellschaftlicher Verhältnisse konstitutiv – verfährt doch der Antisemit nicht anders als jeder gewöhnliche Bürger, wenn er die gesellschaftlichen Verhältnisse nach einem Schema von menschlichem Streben und ungesellschaftlicher Natur interpretiert. Nimmt das bürgerliche Subjekt diese Interpretation meist nur heimlich und im Dialog mit sich selbst vor, so wird es ihm in der Krise zum offen einbekannten Bedürfnis und zum politischen Zweck.

Als „Weltanschauung“, wie die Nazis das völkische Programm ganz zutreffend nannten, ist der Antisemitismus die universelle Erklärung des Unbegriffenen in der Projektion; die sinnlich-übersinnlichen Eigenschaften der Ware erscheinen personifiziert in einem konkreten, sinnlich erfassbaren, buchstäblich dingfest und so für die Misere verantwortlich zu machenden Subjekt – den Juden. Was auf sie projiziert wird, ist die reale Abstraktion der Ware, die nun nicht als dialektische Einheit von Tausch- und Gebrauchswert erscheint, sondern in ihre zwei konstitutiven Elemente zerrissen wird. In allen antisemitischen Stereotypen firmiert das „Abstrakte“ als der feindliche Widerpart des „Konkreten“: sei es die Sphäre der Zirkulation, die der Antisemit in der Gestalt von Banken und Zinswucher als Ursache der ökonomischen Krise ansieht und ihm als Resultat einer Herrschaft des „raffenden Kapitals“ über das in der Sphäre der Produktion vermutete „schaffende Kapital“ erscheint, sei es eine intellektualisierte, „abstrakte“ Kunst und Literatur, der man eine „konkrete“ Blut-und-Boden-Romantik gegenüberstellt und mit der man die unerwünschte reale gesellschaftliche „Zersetzung“ zu sistieren empfiehlt. Schon vorab traumatisiert von der bloßen Möglichkeit eines sozialen Abstiegs und von Neid auf die als notorisch unverdient erfolgreich halluzinierten jüdischen „Luftmenschen“ zerfressen, ist sein Verdikt über die Juden so sehr Surrogat für jede mögliche Erkenntnis über die reale Unmenschlichkeit, wie sein Bedürfnis nach “Weltanschauung“ irreversibel projektiv ist. An diesem Bedürfnis, sich die Welt nach Maßgabe des eigenen gesunden Menschenverstands zurechtzulegen und sie so als erklärbar und beherrschbar zu setzen, scheitert noch nach der Auslöschung von sechs Millionen Juden, jede Antwort auf die Frage, wie Auschwitz möglich war. (8) Die Vernichtung der Juden war kein Mittel zu einem anderen Zweck, und die in der Konstruktion von Gaskammern eskalierte instrumentelle Vernunft war identisch mit dem Sinnieren über effiziente technische Verfahren – mit sonst nichts. So sehr die zur Phrase verkommene Einsicht, daß der Mord „irrational“ war, den Kapitalismus „an sich“ als eine vernünftige Einrichtung unterstellt, so sehr weist sie in Wahrheit gerade auf das falsche Ganze zurück. Weder der 750. Kapital-Kurs beim Haug wird einem das Kapital irgendwie menschlich näher bringen, noch wird eine „Theorie“ des Antisemitismus die Irrationalität des Judenmords mit wissenschaftlichem Fleiß zu bannen vermögen: „Es kann keine vernünftige und wahre Theorie eines unvernünftigen und unwahren Gegenstands geben. Das Wesen ist Unwesen, die Wahrheit darüber nicht Theorie, sondern – Kritik. In anderer Wendung: Die theoretische Wahrheit des Kapitals ist seine praktische – nicht Aufhebung, sondern: Abschaffung.“ (9)

Kritische Kritik (Postmoderne)

Leider scheint sich das derzeit große Interesse am Antisemitismus nicht diesem Interesse an der „praktischen Wahrheit“ zu verdanken. „Auschwitz“ scheint vielmehr zu einer austauschbaren Vokabel geworden zu sein, zum Symbol einer existenziellen Erfahrung der Menschheit schlechthin. Ganz in Übereinstimmung mit der offiziellen Verbannung von Auschwitz an einen ungeschichtlichen Ort, in eine vage „Moderne“, die aber über Nacht auch sehr konkret etwa Serbien heißen kann, machen sich auch Linke auf die Suche nach dem Eigentlichen. So widmeten die Blätter des iz3W im August 1999 eines ihrer Hefte dem Thema „Das Jahrhundert der Lager“, um dort eine Orgie historischer Vergleiche loszutreten, deren gemeinsamer Bezugspunkt das „Lager“ als Emblem totalitärer Herrschaft ist. (10) Dem imaginären Kritiker gegenüber wurde zwar schon vorab beflissen versichert, daß man mit den im Heft veranstalteten gedanklichen Experimenten keineswegs die singuläre Bedeutung von Auschwitz zu schmälern gedenke. Die Vergleiche seien schließlich, wie es hieß, rein wissenschaftlicher Natur, könne man doch erst nach einem Vergleich mit Fug und Recht von Besonderheit und Allgemeinheit sprechen. Als Aussage eine Banalität, gewinnt sie dadurch ihre Bedeutung, daß man sich mehr als 10 Jahre nach dem Historikerstreit dumm stellt und das eigene Recht auf eine wissenschaftliche Prüfung einfordert. Könnte es sich bei denjenigen, die immer noch die These der Singularität von Auschwitz vertreten, vielleicht doch um finstere Ideologen handeln, denen man nicht vorbehaltlos glauben sollte?. Wie alle Geschichtsrevisionisten pochen auch die Autoren des „iz3W“ auf das Recht des Vergleichs, als ob die Relativierung von Auschwitz – selbstverständlich immer in hehrer wissenschaftlicher Absicht – ausgerechnet hierzulande verboten sei.

Ebenso liberal, wie man sich als Forscher gibt, ist auch der Inhalt der totalitarismustheoretisch geschulten Postmoderne. Anstatt staatliche Herrschaft als tendenziell totalitäre zu denunzieren, wie es einer kritischen Beschäftigung mit dem Thema durch Linke eigentlich zustände, werden noch die abstoßendsten Beispiele von Staatsterror zur erneuten Staats-Affirmation genutzt. Man distanziert sich locker von „rechten“ Totalitarismusforschern wie Nolte, um im nächsten Schritt einem ordinären liberalen Antikommunismus das Wort zu reden. Daß die Sowjetunion als totalitärer Staat zu gelten habe, akzeptieren mittlerweile auch Linke; neu ist nur, daß unter dieses Verdikt schon der Revolutionsversuch der russischen Kommunisten fällt. Pluralistisch, wie sie nun einmal ist, läßt die Jungle World den Wissenschaftler Enzo Traverso über die schon im kommunistischen Denken angelegten totalitären Tendenzen reden: „Der Kult der Gewalt als ,Geburtshelferin‘ der Geschichte, die grundlegende Unterschätzung der Rolle, die das Recht in einem neuen revolutionären Staat spielt, die normative Vision der Diktatur als Instrument der gesellschaftlichen Formation und die voluntaristische Flucht nach vorn, die dem gesellschaftlichen Ganzen zeitweilig schwere Verletzungen zufügte“ – sei das aus „Ideologie und Fanatismus“ geborene Programm der Bolschewiken gewesen, das schon lange vor Stalin zum „roten Terror“ führte. (11) Es mag dem einen oder anderen vielleicht „abgeschmackt“ (Marx) erscheinen, die Bedenken des eigenen Sozialkunde-Lehrers in einer nominell linken Wochenzeitschrift wiederzufinden: Gewalt, Diktatur, Rechtlosigkeit, Voluntarismus, also „Willkür“, Ideologie, Fanatismus, Terror und last but not least: die schwere Verletzung des gesellschaftlichen Ganzen. Doch auch solche Aussagen stellen sich der Jungle World schließlich nur als Meinung dar, als ein Beitrag zu einer Debatte, die schon aus Gründen des Pluralismus niemals enden darf.

Sehr instrumentell erweist sich vor diesem totalitarismustheoretischen Hintergrund der positive Bezug auf die Juden. Sowohl Opfer von Stalinismus wie Faschismus firmieren sie – ob sie wollen oder nicht – nunmehr als Kronzeugen für den Nutzen liberaler Herrschaft. So werden in Traversos Buch Auschwitz denken. Die Intellektuellen und die Shoah sämtliche für linke Theorie relevanten „Einschätzungen“ von Auschwitz verhandelt (neben denen von Benjamin, Horkheimer, Adorno die von Hannah Arendt, Améry, Sartre, Celan), nur um schließlich bei Max Weber zu enden. Dessen Bestimmung der „Moderne“ als Herrschaft von instrumenteller Rationalität und Bürokratie gibt den interpretatorischen Rahmen von Auschwitz ab, den die Kritische Theorie – um ihren eigentlich kritischen Gehalt bereinigt – nur noch einmal belegt. Düster hängt Webers Begriff vom „ehernen Gehäuse“ der Moderne im Raum, doch nur, um die Unausweichlichkeit des Schicksals vor Augen zu führen, willkommen sind Adorno und Horkheimer als dunkle Propheten des Untergangs, doch deren Insistieren auf der Abschaffung der gesellschaftlichen Voraussetzungen, die zu Auschwitz führten, wird eliminiert. Bescheiden müsse man sich auf „ethisch- soziale“ statt auf „historisch-gesellschaftliche“ Ziele, gibt Traverso den us-amerikanischen Ex-Trotzkisten Dwight MacDonald, einen engen Freund Hannah Arendts, zustimmend wieder. Als permanente Quelle dieser „ethisch-sozialen“ Selbstversicherung hat Traverso die dem Judentum zugeschlagene Tradition des „Erinnerns“ entdeckt. Da ist es nur konsequent, daß er Adorno, dessen „Ökonomismus“, „Elitismus“ sowie sein Hang zur „Verallgemeinerung“ sich nicht recht zu dieser Besinnlichkeit fügen wollen, zu einem nicht wirklich jüdischen Intellektuellen erklärt. Anders als Horkheimer, der nach Auschwitz „sein Judentum bewußt akzeptiert“ habe und sich im Gedenken an die Opfer für das „Festhalten an seinem Volk“ entschied, habe nämlich Adorno, wie Traverso pikiert feststellt, „es nie vermocht, sich als Jude dazu zu äußern. Sein Judentum trug zweifellos dazu bei, daß er sich jenes Erbes bewußt wurde, doch er verallgemeinerte die Erfahrung und sah darin nicht das Indiz einer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit.“ (12) Gleichermaßen verbissen in den Gedanken der „Erinnerung“ wie jedem Vorhaben kritischer Transzendierung von geschichtlicher „Erfahrung“ abhold, paßt es denn recht gut, daß Traverso auch im Rahmen der Veranstaltungsreihe der jour fixe initiative berlin referiert. Denn auch sie stellt sich seit geraumer Zeit die Frage, ob sich überhaupt noch auf den „Begriff“ der Revolution rekurrieren läßt. „Zweifelhaft“ erscheine es „heute, mit dem ganzen Wissen von Auschwitz, ob die Engführung von geschichtlicher Erinnerung und revolutionärem Impuls noch denkbar“ sei, und „fraglich“ selbst, ob „die schwache messianische Kraft, die Benjamin aus dem fragmentarischen Glücksmomenten der Vergangenheit und dem Hass auf die Unterdrückung entstehen sieht, nach Auschwitz noch ein movens sein kann.“ Wäre es da nicht vielleicht doch gleich besser, auch diese Frage stellt sich, eine künftige „kritische Gesellschaftstheorie“ würde „auf Arbeiten aufbauen, für die die Revolution ihre utopische Unschuld längst verloren hat“?

Kompetenz und Kritik

Mit der Vokabel „Auschwitz“ kann zwischen totalitarismustheoretischem Geschichtsrevisionismus, liberalem Antikommunismus und einem verdrucksten Seminarismus, der hinter jeden einmal gefaßten Gedanken sofort einen besonders gescheiten Einwand schiebt, mittlerweile also alles mögliche gemeint sein; nur ist mit Sicherheit keine „voluntaristische Flucht nach vorn“ zu erwarten. War einmal, und es ist noch gar nicht so lange her, die Beschäftigung mit dem Antisemitismus bei Linken Ausdruck einer fundamentalen Opposition, so läßt sie sich mittlerweile ebenso gut als Ausdruck gewachsenen staatsbürgerlichen Bewußtseins verkaufen. So appelliert Alfred Schobert, nach dem Anschlag von Düsseldorf Ende Juli dieses Jahres an eine zivilgesellschaftliche Verantwortung, der sich auch Linke nicht länger verweigern dürften, schließlich erweise sich an der Bereitschaft zu ihrer Übernahme doch erst, ob es dem Kritiker ernst sei mit seiner Kritik. „Wenn denn an der antinationalen Kritik an Deutschland und der Kontinuität des völkischen Nationalismus in Deutschland etwas dran ist“, so Schobert, „dann ginge es nun darum, im Windschatten der aktuellen rotgrünen Mobilisierung der ,Zivilgesellschaft‘ ein Stück Zivilisation nach Deutschland zu bringen.“ (13) Ausdrücklich aufgefordert wird die Linke, sich diesem Ansinnen zur Verfügung zu stellen, sei sie doch, wie Schobert meint, als einzige gesellschaftliche Kraft dazu „kompetent“. Und in der Tat ist damit das Stichwort gegeben, denn an staatlich verwertbarer Kompetenz mangelt es der Linken wahrlich nicht. Theoretisch zureichend darüber aufgeklärt, daß nach Auschwitz nur „eigentlich“ keine Normalität mehr möglich ist, besessen vom Wunsch, es möge sie doch und für sie selbst eine entsprechend verantwortliche Rolle geben, wird das offizielle Ziel staatlicher Normalität nun endlich auch von links affirmiert. Seinen Ausdruck findet dieser rasante Übergang vom Akademismus zum Pragmatismus aber nicht nur in einer linken Vielschreiberei, die alles nimmt, wie es kommt und mittlerweile wahllos zwischen Jungle World, taz, Berliner Zeitung, Tagesspiegel und FAZ operiert. Er läßt sich auch und unmittelbar an einer Sprache ablesen, die als „bewusstloses switchen zwischen dem Gestus des rien ne va plus und des anything goes“ (jour fixe initiative berlin) die publizistische Inszenierung intellektueller Flexibilität und damit das Ticket für was auch immer ist.

Tina Heinz (Bahamas 33 / 2000)

Anmerkungen:

  1.  Jungle World Nr. 32/2000
  2.  Jungle World Nr. 32/2000
  3.  In: Kritik und Krise Nr. 6, 1993.
  4.  Vgl. dazu auch die Kritik von Martin Janz, „Die Gedanken sind frei", BAHAMAS Nr. 31, S. 45ff
  5.  Jungle World Nr. 26/2000
  6.  Dem innerhalb der Linken nach wie vor verbreiteten Ressentiment gegenüber der „Theorie“ als dem Denken überhaupt soll damit freilich nicht das Wort geredet werden; nur wurde dies schon an vielen Stellen in der BAHAMAS kritisiert. Am Beispiel des Antisemitismus zuletzt im Artikel „Gruppenexperiment“, BAHAMAS Nr. 32.
  7.  S.62, die Wittib Hurtig ist eine Wirtin aus dem Shakespeare-Stück König Heinrich IV.
  8.  Vgl. ausführlich dazu den Artikel „Ewiges Rätsel Auschwitz“ von Uli Krug, in BAHAMAS Nr. 25.
  9.  ISF, Der Theoretiker ist der Wert, S. 39
  10.  Vgl. dazu auch die Kritik von Joachim Bruhn u.a., „Wie gut, daß wir verglichen haben", BAHAMAS Nr. 30, S. 12ff.
  11.  Jungle World Nr. 31/2000
  12.  Traverso, S. 213.
  13.  Jungle World Nr. 37/2000

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