Titelbild des Hefts Nummer 54
Mit den Augen des Westens
Heft 54 / Winter 2007
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Die Zeit der Volkserweckung

Die RAF als der radikalste Flügel der an sich selbst gescheiterten Neuen Linken

2007 erwies sich medial als das zu erwartende Deutscher-Herbst-Gedenk-Jahr. Überraschend mutet eher an, wer – wie es so schön heißt – erinnerungspolitisch als Sieger hervorging: die CSU sah gegen die RAF dabei sehr blass aus, Andreas Baader machte einfach mehr her als der BKA-Chef der 70er Jahre, Horst Herold. Die Versuche, dreißig Jahre nach ‘77 den Nachklang einer massenwirksamen „Wir-müssen-eine-wehrhafte-Demokratie-sein“-Kampagne zu inszenieren, sind ziemlich kläglich verebbt, weil das Interesse der Öffentlichkeit daran mit der Verweigerung eines Gnadenakts für Christian Klar im Frühjahr schon erschöpft war. Auch stand im Zusammenhang mit der inszenierten Debatte um Klars vorzeitige Haftentlassung keineswegs das Bedürfnis nach Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) vor Verfassungsfeinden im Vordergrund, sondern allein der populäre Wunsch nach immer härteren Strafen gegen Gesetzesbrecher egal welcher Art. Denn so heftig das Strafbedürfnis gegen Christian Klar auch geäußert wurde, eine damit verbundene hasserfüllte postume Verdammung der RAF dominierte die auffällig verständnisvoll geführte Debatte um APO, Vietnamkrieg, soziale Verwerfungen im Märkischen Viertel und deshalb eben die Stadtguerilla jedoch nicht. Es scheint untergründig bei vielen in der Rückschau eher der tröstliche Eindruck zu sein, die RAF hätte immerhin den Heuschrecken einmal richtig Angst eingejagt, was so aber nur vom radikaleren Teil der Globalisierungsgegner offen geäußert wurde, deren Liquidierungsphantasien – wie die Knieschussgelüste der Militanten Gruppe – dann und wann schon mal ins Berliner Autonomen-Organ Interim gelangen.

Nein, die Unerbittlichkeit gegen Klar, dessen Mindesthaftzeit ohnehin nur noch bis 3. Januar 2009 läuft, womit eine Haftentlassung auch ohne Gnadenakt möglich würde, gehört zu einer allgemeinen Stimmungsmache für Strafverschärfungen; man könnte sagen, das Gnadengesuch Klars scheiterte an den Kindsschändungs- und Menschenhandels-Hysterien der letzten Jahre. Er hatte einfach Pech, dass der Souverän sich insgesamt gnadenlos präsentieren möchte und wenn es schon nicht zu Standgericht und Todesstrafe für Sexualstraftäter reicht, wenigstens den public enemy längst vergangener Zeiten weiter schmoren lassen will. Eine Stimmung, der man seitens des linksliberalen Kultur- und Medienbetriebs umso leichter nachgab, als Klar dort als Hauptvertreter der zweiten, nach 1977 aktiven RAF-Generation angesehen wird: jener Generation also, die einfach weitermachte, nachdem und obwohl die heutigen Medienmacher, die in den frühen 70er Jahren ein gewisses Maß an Sympathie für die Ziele der ersten Generation hatten, endgültig ihr Agreement mit dem Establishment geschlossen hatten. Die Vertreter dieser zweiten Generation stempelt man viel leichter als unbelehrbar und gewöhnlich kriminell ab, obwohl diese sich politisch-inhaltlich kaum von der verklärten ersten unterschieden hatten.

Nur der Residual-Linksradikalismus 2007 fiel aus diesem Rahmen; er polierte mit Klar sein Image und kokettierte (natürlich: unverbindlich) mit dem längst verblichenen Stadtguerilla-Konzept. Die „Traditionen des Widerstandes“ werden hier umso mehr gepflegt, als aktuell der eigene einst als gesichert progressiv angesehene Fundus an Vorurteilen und Ressentiments sich in Querfront und Antisemitismus aufzulösen droht. Waren es doch die goldenen Siebziger Jahre, als man wenigstens ganz progressiv Amerika und Israel hassen konnte, ohne dass die Nationalen Sozialisten, so wie heute, ihr angestammtes ideologisches Terrain, zu dem der dirigistische Staat wie der antiwestliche Kulturnationalismus eindeutig gehören, wieder lautstark beansprucht hätten. Da war es zu Zeiten der RAF schon schöner, als die linke Welt in Ordnung war, sprich: auf dem Kopf stand. Damals konnten Baader und Meinhof ohne Rückversicherung antisemitische Reden schwingen, denn die alten Nazis in der Freizeitjacke, die damals noch die Fußgängerzonen der Bundesrepublik bevölkerten, wollten trotzdem die Köpfe der „Baader-Meinhof-Bande“ rollen sehen und ihnen nicht, wie es die freilich viel kleinere Nazigeneration heute gegenüber der Antifa tut, auf ideologischem Terrain den Rang ablaufen.

Für die Traditionspfleger von der Jungen Welt ist die Erinnerung an jene sagenhaften Zeiten, in denen die Fronten klar abgesteckt schienen, natürlich ein unwiderstehlich verlockender Zustand, würden sich doch die Misslichkeiten, die einem der Antiimperialismus heutzutage so bereitet, mit einem Schlag in Luft auflösen. Wenn schon nepalesische Maoisten, britische Trotzkisten und italienische Alt-Revisionisten friedlich und ohne einen Hauch von Erinnerung an historische Differenzen von zum Teil massenmörderischen Format, als irgendwie linker Bezugspunkt im Blatt verwurstet werden können – wieso sollte dann nicht auch die RAF-Mythologie dazu herhalten, die altbackene Postille in der Nachfolge missratener DKP-Tageszeitungen wie der UZ oder Die Neue ein bisschen aufzuschicken? Unter den Tisch fällt natürlich, dass damals der altehrwürdige Herbert Mies, Dauervorsitzender der DKP in den 70er und 80er Jahren, immer wieder brottrockene Warnungen vor „politischem Abenteurertum“ ausstieß, das den „Interessen der arbeitenden Bevölkerung“ objektiv schade. Doch das ist längst vergessen, denn linke Besitzstandswahrung hat Vorrang um jeden Preis. Herbert Mies ist dafür natürlich nicht geeignet, eher schon inszenierte Skandälchen, wie jenes, das man mit dem früheren RAF-Mitglied Rolf-Clemens Wagner zum Jubiläum der Schleyer-Ermordung in die Welt setzte. Das plagiatorische Gestammel Wagners (1), die RAF hätte die Entführung Schleyers besser, nämlich antifaschistischer, begründen müssen, sorgte immerhin dafür, dass man sich wenigstens in Fragen des Terrors vom antikapitalistischen Mainstream der Republik noch „links“ unterscheidet und sich nicht ständig mit den Herz-Jesu-Antisemiten Geissler und Blüm zusammen erwischen lassen muss. Dass der Bezug Wagners zur Wirklichkeit so lose ist wie die aufgewärmten Theoreme fragwürdig, kümmert dabei wenig: übrig bleiben allein die mächtigen Symbole, Namen und Parolen der Siebziger, derer man sich so noch einmal versichert hat.

Hass auf die Täter, Gleich-gültigkeit gegen die Opfer

Trotz der wohlfeilen und vergänglichen Empörung in der sonstigen Medienlandschaft über derlei Unfug ist die RAF-Heroisierung dennoch ein gesamtmediales Phänomen. Die Junge Welt mit ihrer lächerlichen „Der-Kampf-Geht-Weiter“-Pose fischt nämlich ebenso im Trüben wie das in den Leserbriefspalten dokumentierte Strafbedürfnis gegen den zwar nicht sympathischen, politisch unzurechnungsfähigen, aber eben doch an sich Mitleid erregenden Christian Klar. Dieses Trübe ist schon der Begriffsprägung vom deutschen Herbst selbst eingeschrieben, eine Kennzeichnung, die der RAF, die ihre Aktivitäten damals im eher frühlingshaft gestimmten progressiven Ton der frühen 70er als „Offensive ´77“ bezeichnet hatte, völlig fremd war. „Deutscher Herbst“ erinnert nicht zufällig an Götterdämmerung und andere morbide Endzeit- und Untergangsphantasien. Auch Stammheim als düstere Trutzburg entspricht in den deutschen cultural patterns in etwa der Etzelsfeste, wo sich der Nibelungen Schicksal erfüllte: Helden und Verrat, Opfer und Selbstopferung, wahre Überzeugungen, um deren Willen man in den Tod geht, und letzte Schlacht, düsteres Geheimnis und gemeine Verschwörung. Diese Ingredienzen gehören zum Basisdrehbuch für deutsche Schicksalsmomente: es verschmelzen der Nibelunge Hagen und der Führer Hitler, der Leichenberg der Sage mit den letzten Stunden im Berliner Bunker und schließlich auch mit jenem 18. Oktober 1977, der letzten Nacht von Raspe, Baader und Ensslin in Stammheim, die zeitgleich ein Helmut Schmidt sorgenschwer im Bundeskanzleramt durchwachte.

In diesem Drehbuch sind die Sympathien für Täter (RAF) und Opfer (hochrangige Funktionsträger und ihre Angestellten) längst nicht so eindeutig verteilt, wie man es angesichts der Rübe-Runter-Stimmung, die in den 1970ern herrschte, hätte erwarten sollen und wie es sich konservative Medien eigentlich erhofft hatten: als klares Bekenntnis des Lesers bzw. Zuschauers zur Bundesrepublik, vermenschlicht in garantiert harmlosen Opfern wie Chauffeuren oder Pförtnern und deren Angehörigen. Doch es zog einfach nicht richtig, der Deutschen Gemüt wollte sich bei solchem Angebot nicht recht erhitzen. Entsprechende Dokumentationen bewegten die Nation deutlich weniger als es eine historyfiction über das längst zurückliegende Grubenunglück in Lengede getan hatte. Viel weiter als zu Sendeplätzen in den Dritten Programmen auf der 23.00-Uhr-Schiene brachte es beispielsweise die RAF-Opfer-Doku „Wer gab Euch das Recht zu morden?“ (NDR, 9.10.07) nicht.

Eigentlich begrüßenswertes Desinteresse an der ganzen Sache aber kann der Grund dafür nicht gewesen sein, denn die Gnadendebatte um Christian Klar brachte die Volksseele bekanntlich sehr wohl in Wallung – und das sogar im Beitrittsgebiet, dessen Einwohner Klar nur als Gefangenen kennen. Wie geht das? Hass auf den Täter bei Gleichgültigkeit gegen die Opfer? Augenscheinlich verhält es sich mit den RAF-Opfern ähnlich wie mit den deutschen Touristen, die von Islamisten am 11.April 2002 in einer marokkanischen Synagoge in die Luft gesprengt wurden oder jenen, die im Jahr zuvor im World Trade Center ums Leben kamen: sie hatten das Pech, durch die Hand von Tätern zu sterben, deren Motiven die Deutschen durchaus einiges Verständnis entgegenbringen. Aber woher dann wiederum doch der Hass gegen noch einsitzende Täter, ein Hass, der sich massenhaft und spontan in die Leserbriefspalten aller Zeitungen ergoss – und das übergreifend von FAZ bis SZ, wo stereotyp immer wieder die Forderung auftauchte, den Klar auch „wirklich lebenslänglich“ wegzusperren – eine Formel, die man getrost als Chiffre für die Todesstrafe lesen darf?

In Deutschland besteht nur ein scheinbarer Widerspruch zwischen der Lust, die viele Zeitgenossen dazu bewegte, in vorauseilender Mordlust die Fotos der zur Fahndung ausgeschriebenen RAF-Mitglieder durchzustreichen, und der völligen Indifferenz gegen die von der RAF Getöteten. Haargenau derselbe Sozialcharakter, der sich nicht genug für die Todesstrafe ereifern kann, hasst zugleich „die Politiker“ bis aufs Blut. Er strebt nach der starken Hand, die in seinem Sinne einmal „aufräumt“, ihm und seinesgleichen einmal Oberwasser verschafft: er will mit der Macht sein, aber nicht unbedingt nach den Spielregeln der gerade Mächtigen. Er ist liebend gern zum Standrecht und zum Ausnahmezustand bereit, wenn es gegen Rebellen und Außenseiter geht, aber paradoxerweise deshalb, weil er sich stets vom Zustand der Welt betrogen fühlt, einem Zustand, von dem die Schleyers sichtbar profitieren. Deswegen interessieren ihn weder Schleyers Hinterbliebene noch empört ihn der Gedanke, dass in Stammheim vielleicht doch Exekutionen stattgefunden haben könnten – der Ermordung der Gefangenen hätte er nämlich genauso zugestimmt, wie er sich mit den „Terroristen“ wenigstens darin einig war, dass es eine gute Sache sei, denen da oben einmal einen ordentlichen Schrecken einzujagen. Ein roher Bandit wie Andreas Baader ist vom Typus her durchaus nach dem Geschmack des autoritären Charakters. Die Faszination, die von diesem Bonzenjäger und Bankräuber ausging, bestimmte nicht nur damals den reißerischen Umgang der Boulevard-Medien mit den RAF-Abenteuergeschichten mehr als es den Chefredakteuren vielleicht lieb gewesen wäre, sondern auch die Verlagstätigkeit im Jubiläumsjahr – auch hier blieb der Erfolg der Opfer-Schmonzetten wie Anna Siemens’ Kompendium „Für die RAF war es das System, für mich der Vater“ deutlich hinter den Erwartungen zurück

Diese seltsame, untergründige Zuneigung, die beispielsweise Hooligan-Gruppen in den 1970ern provokativ immer mal wieder „Baader-Meinhof“ in Richtung der uniformierten Staatsmacht skandieren ließ, beruhte übrigens auf Gegenseitigkeit. Damit ist noch gar nicht die ohnehin grundlegende, antiimperialistische Volkstümelei der RAF als politischer Organisation gemeint. Insbesondere Baader sah sich selber als eine Art Revolutions-Gangster, der den Verschwörer Auguste Blanqui, auf den er sich 1971 im grundlegenden „Konzept Stadtguerilla“ berief, unter anderen Umständen auch durch Al Capone ersetzt hätte. Baader, der vor der RAF eine Gruppe von Frankfurter Heim-Flüchtlingen (sogenannte „Staffelberger“, nach dem Namen eines Heims in der Kleinstadt Biedenkopf) wie eine Bande von Jung-Kriminellen geleitet hatte, pflegte auch die dazugehörige brutal-zotige Ausdruckweise des Zuhälter-Milieus, was später den Ton insbesondere der gefangenen RAF-Frauen untereinander unglaublich verrohte: das Schimpfwort „Fotze“ dürfte nach „Schwein“ das am häufigsten gebrauchte im internen Schriftwechsel gewesen sein. Baader jedenfalls hatte das Gewalt-Milieu stets fest im Auge, etwa, wenn er forderte, dass Erklärungen der Gruppe so zu halten seien, „dass sich jeder Rocker oder auch jeder, der seine Alte abgejackst hat, darin findet.“ (2)

Schwarzer September

Andreas Baader als ganz ordinärer Bandenchef, der um sich herum hauptsächlich weibliche – aber: nicht nur –, wie er es selber nannte: „Zofen“ scharte, die ihn aus bürgerlichem Selbsthass heraus anhimmelten, dieses durchaus realistische Bild der ersten RAF-Generation kommt in linken Debatten gar nicht erst vor. Der existentialistische Radikalismus der Gefangenen sorgt dort immer noch für genug schlechtes Gewissen ob der eigenen scheinbaren Versäumnisse, sodass die Gruppe auch weiterhin rein „politisch“ betrachtet und die ebenso unleugbare wie tragische Dynamik von Realitätsverlust und Projektivität, die die RAF und ihr Umfeld zunehmend beherrschte, systematisch ausblendet wird.

Nur unter Zugrundelegung solcher Objektivierungskunststücke ist es möglich, sich heute noch ernsthaft mit Fragen zu beschäftigen wie: Wann schlug das an sich Gute und Richtige der RAF ins Verkehrte um, oder: Was hätte man besser machen können und wodurch verlor man die Legitimation? Man wird einen solchen Sündenfall der RAF, der sie so hervorragend in die Gefühlslandschaft aus Verfolgungslust und Identifikationsbedürfnis des deutschen autoritären Charakters einbettete, an keinem Punkt in der Geschichte der Organisation festmachen können – höchstens in ihrer ferneren Vorgeschichte.

In der Junge Welt-Beilage „Deutscher Herbst“ behauptete der Veteran Wolf Clemens Wagner allen Ernstes, man habe damals hauptsächlich deshalb falsch gelegen, weil man die Vergangenheit des ehemaligen SS-Funktionärs Schleyer nicht herausgehoben hätte, um die Positionen der RAF klar zu machen. Doch, was hätte die RAF denn überhaupt daraus machen können? Nicht mehr als sie ohnehin getan hat, denn die wortkargen Erklärungen im militärischen Stil verhinderten wenigstens, dass die RAF sich selbst entblößt hätte. Der RAF-typische Vorwurf an die herrschende Klasse, sie habe die Interessen des „kolonialisierten deutschen Volkes“, dem zu dienen die Truppe seit 1972 geschworen hatte, an den US-Imperialismus und die zionistische Aggression verraten, läuft seiner eigenen Logik nach darauf hinaus, den SS-Mann Schleyer nachgerade zu rehabilitieren. Schließ­lich hatte er gerade in dieser Funktion per Eid auf Führer und Volk sein Leben im Kampf gegen Imperialismus und Weltjudentum in die Bresche geworfen. Von dieser logischen Falle abgesehen, wären nach Wagners dreißig Jahre zu spät erteilten Ratschlägen ausgerechnet diejenigen Deutschen als Rächer der Opfer des Nationalsozialismus berufen gewesen, die eng mit der PFLP (der Befreiungsfront Palästinas), der strammsten Judenmörder-Bande seit dem Ende der SS, zusammenarbeiteten. Ausgerechnet ein PFLP-Kommando kaperte ebenfalls in diesem bewussten Oktober 1977 die Lufthansa-Maschine „Landshut“ und etablierte an Bord ein Schreckensregiment, unter dem eine Junghans-Armbanduhr und ein Montblanc-Kugelschreiber (wegen der Firmensymbole „J“ bzw. eines sechszackigen Sterns) einen als „Juden“ stempelte, der natürlich liquidiert werden sollte.

Wie die PFLP rechtfertigte auch die RAF die Geiselnahme und spätere Ermordung israelischer Sportler durch den palästinensischen „Schwarzen September“ während der Olympischen Spiele 1972 in München als „antifaschistisch und internationalistisch“. Die entsprechende Erklärung aus der Feder Ulrike Meinhofs ist ein erschütterndes Dokument eines geistigen Amoklaufs, der sich manisch um „Israels Nazi-Faschismus“ drehte: Mosche Dajan erscheint darin als Widergänger Himmlers und Israel selbst, nicht seine Feinde oder gar die deutschen KZ-Schergen, tritt als derjenige auf, der Wehrlose verbrennt. Was also hätte die RAF dem SS-Mann Schleyer vorwerfen sollen, was nicht sofort auf sie selber zurückgefallen wäre?

Die Erklärung zum „Schwarzen September“ verlas damals vor Gericht übri­gens ein gewisser Horst Mahler, der erst jüngst in Vanity Fair (1.11.2007) klarstellte, dass die RAF und der bewaffnete Untergrund für ihn überhaupt erst attraktiv geworden waren, weil sie sich am schärfsten und klarsten gegen die Juden gewandt hätten. Die Bombe, die die Tupamaros Westberlin 1969 im jüdischen Gemeindehaus deponiert hatten, war Mahlers politisches Erweckungserlebnis. Die Frage, ob der 1974 wegen seiner Mitgliedschaft in der KPD/AO ausgeschlossene Mahler bis zu diesem Zeitpunkt die RAF hundertprozentig repräsentierte, ist übrigens zweitrangig. Von Bedeutung ist allein das durch seinen heutigen offenen Nazismus diktierte und deshalb aller scheinprogressiven Beschwichtigungen fernes Offenlegen dessen, was die marxistisch-leninistischen unter den „Henkerskindern“ (wie Finkielkraut die 68er Deutschen beschrieb) antrieb, ohne dass es je – außer bei Mahler selbst – ganz eindeutig aufgelöst wurde. Es war der Wunsch, die Juden loszuwerden, deren Schicksal immer wieder verhinderte, mit dem umworbenen deutschen Volk ohne schlechtes Gewissen eins zu werden. Einem durchaus verwandten Antrieb folgt übrigens auch jene heute noch bei Linken und auch Ex-Linken wie Fischer und Scharping verbreitete Lust, Massaker, die man irgendwie „dem Westen“ oder ehemaligen Hitlergegnern ankreiden kann, in ein neues Auschwitz zurecht zu interpretieren – um damit nicht nur dessen deutschen, sondern zugleich dessen antijüdischen Charakter vergessen zu machen.

Palästina statt Vietnam

Die bewaffneten Gruppen, die Vietnam in den Jahren ab 1967 durch Palästina ersetzten, taten das keineswegs zufällig, sondern folgten bei der Kür des neuen Subjekts im internationalen Kampf um Befreiung einer offensiv artikulierten Forderung der eigenen Sympathisanten. Israel musste unbedingt dem Nazireich gleich gesetzt werden, damit man beide, die einem das eigene Volk vermiesten, die Nazi-Schergen und seine jüdischen Opfer, in eins verschmelzen und bekämpfen konnte. Das ist das Zwanghafte der RAF-Projektionen und der unreflektierte Antrieb zur wahnwitzigen Kostümierung als Teutonen-Fedajin: nur wenn Israel und Drittes Reich identisch wären, könnte man selber verfolgter Jude und deutscher Volksfreund zugleich sein. Deshalb durfte man nicht zulassen, dass Antisemitismus Judenhass bedeutet, und konsequent erfand die „Neue Linke“ den ihr entsprechenden „neuen Antisemitismus“. Das prominenteste aber keines­wegs einzige Beispiel für solche Umdeutungen ist sicherlich Dutschkes bekannter Aufsatz aus den späten 1960ern (3), in dem er sich und die Seinen als Ziel eines neuen Antisemitismus zeichnete. Noch übertroffen wurde Dutschke 1972 vom Münchener Trikont-Verlag, der damals unter dem Titel „Der neue Antisemitismus. Die Liquidierung von Ausländerorganisationen in der BRD“ ein Bändchen zum Verbot der terroristisch-antisemitischen PFLP-Auslandsorganisationen GUPS und GUPA (Generalunion palästinensischer Studenten/Generalunion palästinensischer Arbeiter) herausbrachte.

Eine leise Ahnung, dass mit der Substitution Vietnams durch Palästina die terms of fight sich doch sehr grundsätzlich geändert hatten, scheint manchem der damals Beteiligten mittlerweile von ferne zu kommen, leider eben nur aus ganz weiter Ferne. Ex-RAF-Mitglied Karl-Heinz Dellwo hielt in der Frankfurter Rundschau (19.10.07) Wagner entgegen, dass mit dem Ende des Vietnamkrieges die „Legitimitätsgrundlage des bewaffneten Kampfes mehr als prekär gewesen wäre. Es gab nur noch die Begründung“, so Dellwo weiter, „dass die politischen Gefangenen als Fundamentalopposition vernichtet werden sollten.“ Dieser bekannten Anmaßung, an die historische Stelle der Juden getreten zu sein, gesellt sich gleich auch noch die übliche Volkstümelei: „Die Entführung der Landshut war Verrat an dem, für das die RAF früher stand“, denn damit habe man „das Volk“ angegriffen. Antisemitismus als zu verdammendes Motiv interessiert einen wie Dellwo bis heute nicht.

Aber auch „das Volk“ wurde nur als antiwestliches Kollektiv von der RAF idealisiert. Für die gemeine Bevölkerung hingegen, die sich in Konsumtempeln den Freuden des Mammons hingibt, hatte der Volksfreund nichts als Verachtung übrig – und durchaus auch mal Brandsätze. Denn mit den nächtlichen von Baader und Ensslin in Frankfurt gelegten Kaufhausbränden vom Frühjahr 1968 beginnt die Organisations-Geschichte der RAF. Verletzt wurde zwar niemand, der zynische Bezug zum Brüsseler Kaufhausbrand des Vorjahres, bei dem 300 Menschen ums Leben gekommen waren, durfte allerdings nicht fehlen: Nicht nur die Kommune I pries derlei Brandstiftung als politisches Lehrstück dafür, wie sich Napalm anfühle, Fritz Teufel kommentierte damals: „ Es ist immer noch besser, ein Warenhaus anzuzünden, als ein Warenhaus zu betreiben.“ (4) Dass sich SDS und Protestbewegung mit der fast schon manischen Kampagne gegen die großen Kaufhäuser – Stichwort: „Konsumterror“ – bereits d­amals auf dem Boden der frühen ­NSDAP-Programmatik (5) bewegten, also Jahre, bevor die RAF sich überhaupt konstituierte, fiel keinem der Zeitgenossen auf.

Die nationalrevolutionäre Wende

Was aus diesen Überlegungen über die RAF und die Art, wie sie sich ins deutsche Seelenleben fügt, bleibt, ist, dass nichts bleibt: es gibt nichts an und von der RAF zu bewahren oder über die Zeit zu retten. Überhaupt gibt es für die Gesellschaftskritik nichts mehr, was sie noch an die Geschichte der Neuen Linken bindet – dafür aber an vieles aus den 1960er und 1970er Jahren, das von dieser Geschichte ver- und entstellt wird. Für die offen nationalrevolutionäre Wende des SDS unter Dutschke wie für die Geschichte der Studentenbewegung und des ihr nachfolgenden verallgemeinerten Linksradikalismus der Siebziger gilt dasselbe Urteil, das Wolfgang Pohrt über den Sozialismus im Ganzen fällte: er gliche einem Pfund Mehl, das in den Dreck gefallen sei – da gibt es nichts mehr, was man noch säuberlich in hie schlecht, weil schon ziemlich antisemitisch, und da gut, weil eben doch irgendwie widerständig trennen könnte. Dieser Widerstand selbst speiste sich aus völkischen und antisemitischen Motiven und legitimierte sich entsprechend; ohne diese ihn leitenden Motive wäre er ein ganz anderer gewesen und hätte sich ganz andere Formen gesucht.

Seit jeder an sich sinnvolle Kampf für ein Jugendzentrum oder gegen die Arbeitsbedingungen am Band, sich der Losung „mit den Völkern“ einschließlich des deutschen unterordnen und deswegen immer auch gegen das US-Kapital und seine internationalen Agenten und Verschwörer, insbesondere das zumeist in Anführungsstrichen geschriebene Israel agitieren musste, war die Neue Linke nicht mehr neu und obendrein als emanzipatorische Bewegung bereits am Ausgangspunkt gescheitert. Die Denkscha­blone von den um nationale Befreiung kämpfenden Völkern, die zur Verbrüderung mit den proletarischen Bürokratien und antiimperialistischen Mordregimes führte, wurde bereits bald nach dem Sechstagekrieg 1967 absolut verbindlich.

Die RAF war insofern nur der radikalste Ausdruck dieser Neuen Linken; ihre geistigen Verirrungen denunzieren bis heute auch die des gemäßigten Restes, der sich in Redaktionen und im akademischen Mittelbau breitmachte. Ihr unbedingter Glaube an die kommende Volkserweckung, für die die Zeit so reif wie selten zuvor sei, hatte die RAFler zu den Werwölfen gemacht, die ihre Eltern klu­gerweise nicht mehr geworden waren. Ein Gutes allerdings könnte das Drama der RAF haben – allerdings ex negativo: Mit der RAF ist auch die Geschichte der illegalen KPD zu Ende gegangen, in deren Umkreis sich Ulrike Meinhof politisierte, die Hauptautorin der ersten RAF-Erklärungen. Das Ende der RAF 1998 war zugleich das Ende jener KPD, wie sie sich 1930 darstellte, als sie sich mit ihrer programmatischen Erklärung „Zur nationalen und sozialen Befreiung des Deutschen Volkes“ endgültig auf die Seite des völkischen Nationalismus und der antisemitischen Klischees schlug. Doch leider war auch dieses verdiente Ende nicht das Ende der Sehnsucht nach einer national-sozialistischen Partei.

Der Zwiespalt aber zwischen den emanzipatorischen Regungen der 1960er Jahre und den nationalrevolutionären Zwangsvorstellungen allzu deutscher Kommunisten zog sich sogar durch die einzelne Person: Marcel Reich-Ranickis Erinnerungen belegen, dass dieselbe Ulrike Meinhof, die 1972 nach der tödlich endenden Geiselnahme an israelischen Olympia-Teilnehmern den wohl übelsten antisemitischen Schund von linker Seite seit Stalins Tod zu Papier gebracht hatte, Jahre zuvor als eine der wenigen Linken überhaupt wissen wollte, was im Warschauer Ghetto genau geschehen war. Ebenso ist belegt, dass die gleiche Ulrike Meinhof, die bereits 1965 für Konkret im NPD-Stil Dresden mit Auschwitz verrührte und dazu beitrug, David Irving in Deutschland hoffähig zu machen, 1967 ihre Genossen davor warnte, Israel zum propagandistischen Abschuss freizugeben, weil sie eine Ahnung davon bewahrt hatte, warum der Staat der Juden unbedingt zu schützen und zu verteidigen sei.

Über den Staat hingegen, wie ihn sich die Deutschen wünschen, bietet die Geschichte der RAF keine weiteren Erkenntnisse als die, die einem schon der Nationalsozialismus hätte nahelegen müssen. Darauf zu spekulieren, dass die Volksmassen kritisches Bewusstsein aus einer Demaskierung des Staates als mörderischer Repressionsmaschinerie schöpfen würden, war ohnehin illusorisch: hätte die BRD die Gefangenen tatsächlich liquidiert, was sie jedoch klugerweise dem zirkulären Wahn der Gefangenen selber überließ, hätte sie damit der Mehrheit ihres Volkes nur einen sehnlich gehegten Wunsch erfüllt. Wie überhaupt die Rede von der „Faschisierung des Staates“ unter Deutschen kein Argument gegen, sondern nur eines für den Staat sein kann. Auch den Resten der Protestbewegung verrieten die Maschinenpistolen, die rasterfahndende Polizisten verdutzten Autofahrern unter die Nase hielten, nichts, was man nicht längst bei all der in Gebrauch stehenden marxistischen und anarchistischen Phraseologie hätte wissen müssen: „Es ist das Paradox des deutschen Herbstes, dass nichts die Linke mehr um den Verstand brachte als die simple Tatsache, in Punkto Staat wieder einmal Recht gehabt zu haben. Zehn Jahre hatte sie gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung polemisiert und dabei vom Staat jede Gemeinheit erwartet, aber keine einzige befürchtet.“ (6)

Erneuerung der deutschen Befindlichkeiten

Dass das Gewaltmonopol eben nicht nur der Pazifizierung der Gesellschaft dient, sondern zugleich den Ausnahmezustand sich vorbehält; dass der Ausnahmezustand mittlerweile die friedliche Öffentlichkeit gar nicht mehr suspendieren muss, sondern ganz flexibel mit ihr koexistiert, das wurde 1977 ganz offen bekräftigt. Genau vor dieser Einsicht sind allerdings alle davongelaufen. Heute noch fliehen gerade diejenigen panisch solcher Erkenntnis, die sich ansonsten am positivsten zur Neuen Linken und der RAF stellen: Es sind dies einerseits die grünen Demokratie- und Kommunikationstheoretiker, die am Mythos von der Demokratisierung qua Protestbewegung stricken und die die RAF als eine Irrung vom ansonsten richtigen Weg mit einbeziehen. In diesem Milieu wird seit 1977 mit Sankt Habermas Gewalt nicht nur zum Unwort erklärt, sondern noch die Existenz der Gewalt überhaupt geleugnet – sogar in den internationalen Beziehungen. So wurde 1977 auch zur Geburtsstunde der Friedensbewegung – nicht nur wegen der Aktualisierung der deutschen Grundbefindlichkeiten Nationalismus, Ökologismus und Antisemitismus, sondern auch aus purer Angst der linken Protagonisten, die Wahrheit über die Gewaltförmigkeit des Staates und die Gewaltförmigkeit des Verhältnisses von Staaten zueinander weiter­hin zur Kenntnis nehmen zu müssen. Das kann im Ernstfall soweit gehen, dass die ehemalige Schleyer-Mitentführerin Silke Meyer-Witt heute als diplomierte Psychologin „Trainings For Peace“ im Kosovo anbietet.

Neben den grünen Pazifisten sind es ausgerechnet die Apologeten des starken Staates, die weiter am Mythos vom Widerstand stricken. Gemeint sind jene, die ganz sozialdemokratisch auf dem gemeinnützigen Charakter des Staates beharren und seiner Autorität huldigen, um das egoistische Kapital zu züchtigen. Wie man die politische Unterstützung für Linkspartei und Chavismus mit einer Kritik des Ausnahmezustandes, der ja die Urform staatlicher Intervention darstellt, zusammenbringen will, bleibt solange schleierhaft, bis einem klar wird, dass diese RAF-Freunde nichts gegen den Ausnahmezustand selber haben, sondern nur die Opfer austauschen wollen: nicht der antizionistische Kämpfer soll im Fadenkreuz stehen, sondern der Agent des Heuschrecken-Kapitalismus. Dass auch für diese national-soziale Sehnsucht die Ikonen der RAF genauso stehen wie die ganze Symbolik, Mode und Emblematik der verblichenen Neuen Linken, ist so bedauerlich wie folgerichtig. Doch so musste es kommen, wenn man denkt und spricht wie Ulrike Meinhof 1972 vor Gericht: „Ohne dass wir das deutsche Volk vom Faschismus freisprechen – denn die Leute haben ja wirklich nicht gewusst, was in den Konzentrationslagern vor sich ging – können wir es nicht für unseren revolutionären Kampf mobilisieren.“ (7) Merke: Wer dem Volke dienen wollte, dem gebührt wohl auch nichts anderes, als volkstümlich vermarktet zu werden.

Uli Krug (Bahamas 54 / 2007)

Anmerkungen:

  1. Das Interview Wagners in der Junge Welt-Beilage „Deutscher Herbst“ plagiierte an der allenthalben inkriminierten Stelle eine Kritik, die der RAF-Gefangene Stefan Wisniewski exakt zehn Jahre früher in einem Taz-Interview (11.10.1997) an der RAF formuliert hatte. Wo Wagner 2007 aber bedauert, dass die SS-Vergangenheit Schleyers nicht effektiv zur PR genutzt worden wäre, machte sich Wisniewski 1997 darüber Gedanken, wie sehr die RAF den Nationalsozialismus und seine Konsequenzen verkannt hatte: „Dazu kommt, es gab in der Zeit die Theorie vom neuen Faschismus, der aus den Institutionen kommt und keine Massenbasis braucht. Beides hat so nicht gestimmt. Diese schräge Theorie wurde nicht nur von der RAF vor- und nachgebetet, sie führte auch dazu, daß wir uns auf einen militaristischen Schlagabtausch mit dem Staat beschränkten. Gleichzeitig haben wir beispielsweise die Produktion rassistischer Mentalitäten unterschätzt, die zwischen Oben und Unten funktionieren und so neu nicht sind. 1977 war auch das Jahr, in dem sich viele SS-Traditionsverbände, von einigen Protesten der VVN abgesehen, ungestört treffen konnten. Warum haben wir die nicht attackiert? Statt dessen wurden in einigen Fällen leichtfertige Assoziationen zwischen Isolations- und Vernichtungshaft und Auschwitz hergestellt, die nicht nur zu grotesken Fehleinschätzungen und ‚Handlungszwängen‘ führten, sondern die auch gegenüber den Opfern der Vernichtungslager schäbig waren.“
  2. Zitiert nach Gerd Koenen: Das Rote Jahrzehnt, S. 381
  3. Rudi Dutschke: Vom Antisemitismus zum Antikommunismus, in: Bergmann/Dutschke/Rabehl/Lefèvre: Rebellion der Studenten oder Die neue Opposition, Reinbek 1968.
  4. In Konkret 14/1968
  5. Punkt 16 des 25-Punkte-Programms der ­NSDAP von 1920 hatte gelautet: „Wir fordern die sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende.“
  6. Joachim Bruhn: Winterpalais, Führerbunker, Meinungsbörse, in: Bruhn/Gerber: Rote Armee Fiktion, Freiburg 2007, S. 123
  7. Zitiert nach Wolfgang Kraushaar (Hg.): Die RAF und der linke Terrorismus, Hamburg 2006, S. 690

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